Tarifstreit im öffentlichen Dienst: Verhandlungen scheitern – Februar-Runde entscheidet alles
Clara HartmannTarifstreit im öffentlichen Dienst: Verhandlungen scheitern – Februar-Runde entscheidet alles
Die jüngste Runde der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst zwischen den Bundesländern und den Gewerkschaften ist ergebnislos zu Ende gegangen. Die Gespräche in Potsdam scheiterten, nachdem die Arbeitgeberseite kein verbindliches Angebot (Angebote) vorgelegt hatte – zur großen Frustration der Gewerkschaften. Eine dritte Verhandlungsrunde ist nun für Anfang Februar 2026 angesetzt.
Die zweite Tarifrunde fand am 15. und 16. Januar 2026 in Potsdam statt. Unter der Führung von Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) schlug die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) ein 29 Monate gültiges Abkommen ohne Lohnerhöhungen vor. Die Gewerkschaften wiesen das Angebot (Angebote) umgehend als unzureichend zurück und bezeichneten es als einen "Tropfen auf den heißen Stein" angesichts der Inflation.
Die TdL lehnte es zudem ab, Tarifschutz auf studentische Beschäftigte auszuweiten. Ihr Vorschlag für Auszubildende wurde als "mageres Paket" ohne Zusagen auf feste Anstellungen kritisiert. Sowohl der dbb-Beamtenbund als auch die Gewerkschaft ver.di warfen den Arbeitgebern Blockadehaltungen vor und monierten, es gebe keine konkreten Schritte, um Personalmangel zu beheben oder Fachkräfte zu halten.
Bei den Gewerkschaftsvertretern herrschte spürbare Enttäuschung. Sie hatten auf substanzielle Fortschritte gehofft, sahen sich stattdessen aber mit mangelnder Verhandlungsbereitschaft konfrontiert. Da keine Einigung erzielt werden konnte, werden die Gespräche vom 11. bis 13. Februar 2026 fortgesetzt – in einem letzten Versuch, eine Lösung zu finden.
Das Scheitern der Verhandlungen lässt die Beschäftigten im öffentlichen Dienst weiter in Unsicherheit über Löhne und Arbeitsbedingungen zurück. Die nächste Runde im Februar wird die letzte Chance sein, um mögliche Arbeitskämpfe abzuwenden. In zentralen Punkten wie Bezahlung, Jobsecurity und Arbeitsbedingungen liegen beide Seiten noch weit auseinander.






