17 January 2026, 20:51

Tausende fordern Agrarwende bei der Grünen Woche in Berlin

Eine Menschenmenge steht vor dem Brandenburger Tor in Berlin, Deutschland, mit Fahnen und Plakaten, auf denen eine Fahne auf der rechten Seite zu sehen ist.

"Wir haben genug!" - Demonstration für alternative Landwirtschaftspolitik - Tausende fordern Agrarwende bei der Grünen Woche in Berlin

Tausende Demonstranten gingen während der Berliner Grünen Woche auf die Straße, um eine Reform der Agrarpolitik zu fordern. Die Kundgebung richtete sich an die Politik mit der Forderung nach nachhaltigeren und tierfreundlicheren Methoden in der Landwirtschaft. Rund 25 Traktoren schlossen sich dem Marsch an, viele Teilnehmer trugen Schilder von Bio-Betrieben.

Die Protestaktion wurde von einem Bündnis aus etwa 60 Gruppen organisiert, darunter Landwirte, Tierschützer und Umweltaktivisten. Auf Transparenten standen Parolen wie "Bäuerliche Betriebe statt Agrarindustrie" und "Agrarwende jetzt", andere forderten "Position beziehen" oder "Zukunftsfähige Landwirtschaft".

Die Veranstalter kritisierten die aktuelle Regierung scharf für veraltete Agrarpolitiken, die sie als Risiko für die künftige Nachhaltigkeit bezeichneten. Den regierenden Parteien warfen sie vor, Mittel für Verbesserungen im Tierschutz zu kürzen und die Einführung einer verbindlichen Nutztierkennzeichnung zu verzögern. Ein weiterer zentraler Kritikpunkt war die Lockerung der Düngemittelverordnungen, die nach Ansicht der Demonstranten die Trinkwasserqualität gefährden könnte.

Die Protestierenden prangerten zudem Kürzungen im Etat für Entwicklungshilfe an und wiesen darauf hin, dass weltweit noch immer über 670 Millionen Menschen Hunger leiden. Ihre Forderungen zielten darauf ab, sich von der industriellen Landwirtschaft abzuwenden und stattdessen ethisch sowie ökologisch verantwortungsvolle Anbaumethoden zu fördern.

Die Demonstration vereinte während einer der größten Agrarveranstaltungen Berlins Landwirte, Aktivisten und besorgte Bürger. Obwohl die Organisatoren in öffentlichen Unterlagen nicht namentlich genannt werden, richteten sich ihre Botschaften klar gegen die Regierungspolitik in den Bereichen Landwirtschaft, Tierschutz und globale Ernährungssicherheit. Der Protest unterstrich die wachsende Unzufriedenheit mit der aktuellen agrarpolitischen Ausrichtung.

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