Landkreis Gifhorn setzt auf Bildung, Radwege und Wasserstoff für die Zukunft
Jonas HofmannLandkreis Gifhorn setzt auf Bildung, Radwege und Wasserstoff für die Zukunft
Im Landkreis Gifhorn gab es in den vergangenen zwei Jahren bedeutende Fortschritte in den Bereichen Bildung, Infrastruktur und öffentliche Dienstleistungen. Zu den großen Vorhaben zählen ein neues Kompetenzzentrum für die berufliche Ausbildung, Modernisierungen an örtlichen Schulen sowie innovative Energielösungen. Die Initiativen zielen darauf ab, die Lernbedingungen, Mobilität und Notfallvorsorge in der Region nachhaltig zu verbessern.
Im Dezember 2025 begannen die Bauarbeiten für eine multifunktionale Fläche am Sibylla-Merian-Gymnasium in Meinersen. Das Projekt, dessen Fertigstellung für das Frühjahr 2027 geplant ist, wird den Schülerinnen und Schülern moderne Sport- und Veranstaltungsstätten bieten. Zeitgleich investierte der Landkreis 9,55 Millionen Euro in ein neues Kompetenzzentrum an den Berufsbildenden Schulen Gifhorn I, das im September 2025 eröffnet wurde. Das Zentrum fördert Ausbildungsgänge in den Bereichen Pflege und Sozialpädagogik mit flexiblen Klassenräumen und offenen Lernbereichen.
Unterdessen nähern sich die Arbeiten an einem neuen Radweg entlang der K 42 zwischen der B 188 und Päse dem Abschluss. Die Strecke, deren Fertigstellung innerhalb der nächsten vier Wochen im Jahr 2026 erwartet wird, soll die Radverkehrsanbindung in der Region deutlich verbessern. Ein weiteres zentrales Projekt war die Installation von zwei Wasserstofftanks im Entsorgungszentrum Ausbüttel im März 2025. Die Tanks sind Teil eines innovativen Energiespeichersystems, das die Nachhaltigkeitsbemühungen des Landkreises unterstützt.
Auch die Themen Gesundheit und gesellschaftliches Engagement stehen im Fokus. Die 10. Regionalen Gesundheitstage fanden im September 2025 statt und brachten Akteure aus dem Gesundheitswesen zu einem Jahrzehnt der Zusammenarbeit zusammen. Zudem erreichte die Initiative „Bin ich noch klein? Bewegung ist ein Muss!“ – 2021 gestartet – bereits 904 Kinder in 11 Kitas und fördert so die körperliche Aktivität bei jungen Lernenden.
Auf Verwaltungsebene übernahm Philipp Raulfs 2025 nach seinem Wahlsieg das Amt des Landrats. Seitdem leitet er die Eingliederung in die Kreisverwaltung und steuert die laufenden Projekte. Der Kreistag verlängerte die Förderung für die Initiative „Schule der Zukunft“ um ein Jahr, sodass die Unterstützung bis zum Ende des Schuljahres 2026/2027 gesichert ist. Darüber hinaus beteiligt sich Gifhorn am Bundesprogramm „Demokratie leben!“ und führt eine Bestands- und Ressourcenanalyse durch. Geplant ist zudem, die Notfallversorgung kritischer Infrastrukturen bei längerfristigen Stromausfällen abzusichern.
Die jüngsten Entwicklungen im Landkreis Gifhorn zeigen ein klares Bekenntnis zu Bildung, Nachhaltigkeit und gesellschaftlicher Resilienz. Mit neuen Einrichtungen, verbesserten Verkehrsverbindungen und zukunftsweisenden Energielösungen rüstet sich die Region für kommende Herausforderungen. Diese Maßnahmen bauen auf bestehenden Programmen auf, die Gesundheit, Lernen und bürgerschaftliches Engagement fördern.






