Karl Geiger kontert nach Betrugsvorwürfen gegen norwegische **Medien**
Jonas Hofmann"Kein guter Weg": Geiger spricht über Betrugsvorwürfe - Karl Geiger kontert nach Betrugsvorwürfen gegen norwegische **Medien**
Deutscher Skispringer Karl Geiger wehrt sich gegen norwegische Medien nach Betrugsvorwürfen beim Vierschanzentournee
Seine Verärgerung kommt nicht von ungefähr: Erst vor Kurzem waren norwegische Athleten selbst in einen Skandal verwickelt. Der Streit hat inzwischen Reaktionen von Mitkonkurrenten und Funktionären ausgelöst.
Auslöser der Spannungen waren Berichte norwegischer Medien, die die Zulässigkeit der Bindungen des österreichischen Springers Manuel Fettner infrage stellten. Der Internationale Skiverband (FIS) wies die Vorwürfe später zurück und bestätigte, dass Fettners Ausrüstung den Vorschriften entspricht. Fettner selbst zeigte sich unbeeindruckt und betonte, er habe stets gewusst, dass seine Ausrüstung einwandfrei sei.
Die Anschuldigungen wiegen umso schwerer, da Norwegen selbst eine problematische Vergangenheit in Sachen Regelverstöße hat. Bereits ein Jahr zuvor, bei den Weltmeisterschaften in Trondheim, waren die norwegischen Springer Marius Lindvik und Johann André Forfang in einen Anzugskandal verwickelt worden. Ein anonym veröffentlichtes Video zeigte, dass sie illegal ein versteiftes Band in ihre Sprunganzüge eingenäht hatten. Beide wurden vorübergehend gesperrt, dürfen mittlerweile aber wieder an Wettkämpfen teilnehmen.
Geiger kritisierte die norwegischen Medien scharf für ihre Vorwürfe und verwies auf deren eigene Verstrickung in frühere Betrugsaffären. Sein Teamkollege Philipp Raimund tat die Anschuldigungen als bloße "psychologische Spielchen" während des Turniers ab.
Der FIS hat Fettners Ausrüstung inzwischen freigegeben und damit die Bindungsdebatte beendet. Doch der wechselseitige Vorwurfschlag hat die anhaltenden Spannungen zwischen Athleten und Medien offenbart. Nun rückt der sportliche Wettbewerb wieder in den Mittelpunkt, während das Turnier weitergeht.






