26 December 2025, 04:32

Schweitzer will Landtagssitzung in rheinland-pfälzischer Mundart abhalten

Eine Gruppe von Menschen sitzt in Reihen von Stühlen, mit einem Tisch vor der ersten Reihe, der einen Krug, Papiere und einen Stift enthält. Eine Person in der Mitte spricht in ein Mikrofon, mit einer weißen und blauen Flagge dahinter und einem weißen und blauen Hintergrund, auf dem 'ehrenwerte kamara de' geschrieben steht.

Schweitzer wünscht sich Landtag-Sitzung im Dialekt - Schweitzer will Landtagssitzung in rheinland-pfälzischer Mundart abhalten

Rheinland-Pfalz: Schweitzer schlägt Landtagssitzung in Mundart vor

Alexander Schweitzer, Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, hat eine vollständige Landtagssitzung vorgeschlagen, die ausschließlich in regionalen Dialekten abgehalten werden soll. Der SPD-Politiker, der selbst in Niedersachsen mit Dialekt aufgewachsen ist, sieht darin eine Würdigung kultureller Traditionen. Sein Vorstoß fällt in die Zeit der Vorbereitungen auf das 80-jährige Bestehen des Bundeslandes im Jahr 2026.

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Erstmals äußerte Schweitzer die Idee in einem Interview am 25. Dezember 2025 und bezeichnete sie als langgehegten Traum. Dabei betonte er, dass es sich um eine ernsthafte Debatte handeln solle – und nicht um eine unterhaltsame Darbietung. Ziel sei es, die Tiefe und den Reichtum der Regionalsprachen zu unterstreichen.

Für Schweitzer sind Dialekte weit mehr als nur Worte: Sie tragen Geschichte und Identität in sich. Noch heute spricht er zu Hause seinen südpfälzischen Heimatdialekt und spürt mit zunehmendem Alter eine wachsende Wertschätzung dafür. Sein Vorschlag spiegelt den Wunsch wider, ein kulturelles Erbe zu bewahren, das er als immer kostbarer empfindet. Der Zeitpunkt ist bewusst gewählt: Angesichts des bevorstehenden 80. Gründungsjubiläums Rheinland-Pfalz’ sieht Schweitzer die Sitzung als passende Hommage. Es gehe ihm nicht um symbolische Gesten, sondern darum, den Dialekten einen offiziellen Platz in der politischen Debatte zu geben.

Sollte der Plan umgesetzt werden, wäre es eine Premiere für den Landtag. Gleichzeitig würde damit ein Präzedenzfall für die Anerkennung regionaler Sprachen in amtlichen Kontexten geschaffen. Schweitzers Initiative steht für ein breiteres Anliegen: die Mundarten im öffentlichen Leben lebendig zu halten.