31 December 2025, 14:28

Eisige Neujahrsbräuche in Ostfriesland: Mutige tauchen trotz Extremwetter ein

Eine Person schwimmt in einem Gewässer.

Schwimmer trotzen eiskaltem Weserwasser - Eisige Neujahrsbräuche in Ostfriesland: Mutige tauchen trotz Extremwetter ein

Neujahrsfeiern in Ostfriesland: Eiskalte Traditionen mit Hindernissen

In diesem Jahr gehörten zu den Neujahrsfeiern in Ostfriesland einige frostige Bräuche. Trotz eisiger Temperaturen und zugefrorener Gewässer wagten Dutzende den Sprung ins kalte Wasser – doch nicht alle Veranstaltungen konnten wie geplant stattfinden, da das extreme Wetter einen Strich durch die Rechnung machte.

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In Weyhe nahmen 25 Schwimmer an der 49. Auflage des traditionellen Neujahrs-Eistauchens teil. Die 4,5 Kilometer lange Strecke durch die Weser stellte die Teilnehmer vor eine besondere Herausforderung: Bei Wassertemperaturen von nur 4,5 °C und treibenden Eisschollen kämpften sie sich durch den Fluss. Organisiert von der örtlichen Feuerwehr und der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), begleiteten Rettungsboote die Gruppe für den Fall von Notfällen.

Starke Strömungen und die beißende Kälte zwangen mehrere Teilnehmer zum vorzeitigen Aufgeben. Rettungskräfte zogen sie aus dem Wasser, sodass es zu keinen schweren Zwischenfällen kam. Der fast ein halbes Jahrhundert alte Brauch bleibt eine harte Prüfung für alle, die sich ihm stellen. Unterdessen liefen auf der Insel Wangerooge die Vorbereitungen für einen weiteren eiskalten Neujahrssprung. Im vergangenen Jahr hatte das Event mit 295 Teilnehmern – darunter auch ein Hund – einen Rekord verzeichnet und zeigt, wie beliebt die Tradition mittlerweile ist. In Norden hingegen musste der geplante Neujahrsschwimmen wegen Warnungen vor gefährlichen Windböen abgesagt werden.

Die Absage in Norden verdeutlicht, wie unberechenbares Wetter selbst langjährige Bräuche durcheinanderbringen kann. Für diejenigen, die sich in Weyhe trotzdem ins eiskalte Wasser wagten, blieb die Herausforderung so hart wie eh und je. Dank der Organisatoren und Rettungsteams stand die Sicherheit jedoch stets an erster Stelle.