Deutschland kann CO₂-Ausstoß in der Landwirtschaft bis 2045 um 60 Prozent senken – ohne Risiko für die Ernährung
Deutschland kann CO₂-Ausstoß in der Landwirtschaft bis 2045 um 60 Prozent senken – ohne Risiko für die Ernährung
Deutschland könnte seinen agrarischen CO₂-Fußabdruck bis 2045 um 60 Prozent senken, ohne die Nahrungsmittelproduktion zu gefährden. Das geht aus einer neuen Studie der Denkfabrik Agora Agrar hervor. Die Forscher schlagen tiefgreifende Reformen in Landwirtschaft, Ernährung und Flächennutzung vor, um die Klimaziele zu erreichen. Gleichzeitig würde die Abhängigkeit von ausländischen Agrarflächen verringert und das Einkommen ländlicher Regionen gestärkt.
Ein zentraler Hebel ist demnach die Umstellung auf pflanzenbasierte Ernährung. Durch weniger Fleisch- und Milchkonsum ließe sich der Ausstoß klimaschädlicher Gase in der Landwirtschaft um 60 Prozent reduzieren. Parallel müsste die Zahl der Nutztiere bis 2040 halbiert werden – das entspräche 20 Millionen Schweinen und 5 Millionen Rindern weniger.
Durch angepasste Fütterungspraktiken und den Einsatz neuer Technologien zur Minderung von Treibhausgasen könnten die Emissionen der Tierhaltung zusätzlich um 68 Prozent sinken. Die Studie plädiert zudem für artgerechtere Haltungssysteme mit mehr Platz für die Tiere sowie für Alternativen wie kultiviertes Fleisch. Ein gestaffelter CO₂-Preis auf Düngemittel und Emissionen soll Landwirte zu umweltfreundlicheren Methoden anhalten. Allein durch die Wiedervernässung von knapp sieben Prozent der Agrarflächen ließen sich jährlich 31 Millionen Tonnen CO₂ einsparen.
Laut Studie wäre dies ohne Beeinträchtigung der Ernährungssicherheit oder Wettbewerbsfähigkeit umsetzbar. Statt flächenbezogener Subventionen sollten EU-Mittel künftig Leistungen belohnen, die der Allgemeinheit zugutekommen – etwa Kohlenstoffspeicherung oder Artenvielfalt. Weitere Maßnahmen umfassen strengere Bauvorschriften zur Förderung des Holzhausbaus und längere Nutzungsdauern von Gebäuden, was die Nachfrage nach nachwachsenden Rohstoffen steigern und ländliche Einkommen sichern würde. Auch die Reduzierung von Lebensmittelverschwendung und der bessere Zugang zu gesunder Ernährung, insbesondere für einkommensschwache Gruppen, spielen eine Rolle. Eine klügere Biogas-Politik könnte Klimaschutz und Landwirtschaft verbinden: Durch nachhaltige Rohstoffe und flexible Energieerzeugung ließe sich der Sektor effizienter gestalten und gleichzeitig emissionsärmer machen.
Die vorgeschlagenen Reformen zielen darauf ab, den deutschen Agrarimport von derzeit vier Millionen Hektar ausländischer Flächen bis 2045 auf eine Million Hektar zu reduzieren. Gleichzeitig soll genug Nahrung für eine gesunde Ernährung bereitstehen – bei gleichzeitiger Bereitstellung von mehr Biomasse für die Bioökonomie. Wie Harald Grethe, Direktor von Agora Agrar, betont, liege der Schlüssel darin, "nachhaltige Nachfrage zu fördern und gemeinwohlorientierte Leistungen zu honorieren".
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