11 January 2026, 14:16

Thüringen erkundet neue Märkte durch das Mercosur-Abkommen der EU

Text ist auf der Oberfläche eines Baumstamms sichtbar.

Minister: Mercosur Deal Gut für Thüringen - Thüringen erkundet neue Märkte durch das Mercosur-Abkommen der EU

Das Freihandelsabkommen der EU mit dem Mercosur hat die größte Freihandelszone der Welt geschaffen, die über 700 Millionen Menschen umfasst. Landwirte in Thüringen und anderen deutschen Regionen hatten gegen die Vereinbarung protestiert, da sie Konkurrenz durch günstigere Importe aus Südamerika fürchteten. Nun bereitet die Landesregierung vor, neue Chancen in der Region zu erkunden.

Das Mercosur-Abkommen senkt Zölle und Handelsbarrieren zwischen der EU und den südamerikanischen Ländern. Gleichzeitig setzt es Obergrenzen für den Import südamerikanischer Agrarprodukte wie Fleisch, Käse, Zucker und Ethanol. Schutzklauseln sollen europäische Landwirte vor zu starken Preiseinbrüchen bewahren.

Ziel der Vereinbarung ist es, die Abhängigkeit von China und den USA durch die Eröffnung neuer Handelswege zu verringern. Thüringens Wirtschaftsministerin Colette Boos-John erwartet, dass das Abkommen die Wirtschaft des Landes ankurbeln wird. Um dies zu fördern, plant Thüringen, Ende 2026 eine Delegation in die Mercosur-Region zu entsenden. Welche Länder genau besucht werden, steht noch nicht fest. Im Mittelpunkt der Reise stehen der Ausbau der Außenhandelsbeziehungen und die Suche nach neuen Wirtschaftspartnerschaften im Rahmen des Abkommens.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Das Mercosur-Abkommen bietet Thüringen die Möglichkeit, den Handel über die traditionellen Märkte hinaus auszuweiten. Zwar hatten Landwirte die Vereinbarung zunächst abgelehnt, doch das Land sieht nun Wachstumspotenzial. Der geplante Delegationsbesuch 2026 soll untersuchen, wie lokale Unternehmen von den neuen Handelsbedingungen profitieren können.