14 January 2026, 19:35

Blutige Proteste im Iran: Über 2.500 Tote und ein Ruf nach Regimewechsel

Ein Mann hält ein Schild mit der Aufschrift "Aserbaidschanische Demonstranten demonstrieren in Ankara für den Rücktritt von Präsident Ilham Aliyev" vor einer großen Menge mit Fahnen und Handys, unter einem blauen und weißen Himmel mit Bäumen im Hintergrund.

Rund 200 Menschen bei Iran-Protestkundgebung in Erfurt - Blutige Proteste im Iran: Über 2.500 Tote und ein Ruf nach Regimewechsel

In Iran haben die Unruhen tödliche Ausmaße angenommen – Menschenrechtsorganisationen berichten von mindestens 2.500 Toten. Die Proteste werden immer mutiger: Demonstranten lehnen die Islamische Republik offen ab und fordern ihren Sturz. Gleichzeitig breitet sich die Solidarität über die Grenzen Irans hinaus aus, so versammelten sich etwa 200 Menschen in Erfurt, Deutschland, zu einer Kundgebung.

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Die Demonstrationen begannen als Ruf nach politischem Wandel, eskalierten jedoch schnell. Protestierende zogen auf die Straßen, skandierten Parolen und hielten Schilder hoch mit der Aufschrift ‘Wir sind Iran, nicht die Islamische Republik’. Viele trugen Bilder von Reza Pahlavi, dem in den USA lebenden Sohn des letzten Schahs von Iran, den sie als Symbol für einen möglichen Regimewechsel sehen.

Reza Pahlavi hat sich öffentlich hinter die Proteste gestellt und die Demonstranten aufgefordert, in das zu drängen, was er als ‘nächste Phase des Aufstands’ bezeichnet. Sein Ziel ist der Sturz der Islamischen Republik; er ermutigt die Protestierenden, Schlüsselstraßen zu besetzen und die Flagge des Regimes abzulehnen. Als führende Figur der Opposition präsentiert sich Pahlavi zudem als möglicher künftiger Präsident eines demokratischen Iran.

Die Repressionen der Behörden sind hart: Auf den wachsenden Widerstand reagieren die Machthaber mit massiver Gewalt. Trotz der Gefahren halten die Proteste an, und international formiert sich Unterstützung. So kamen in Erfurt rund 200 Menschen zusammen, um ihre Solidarität mit den iranischen Demonstranten zu zeigen.

Laut Menschenrechtsbeobachtern liegt die Zahl der Toten bei über 2.500. Die Protestierenden fordern weiterhin das Ende der aktuellen Regierung, während Persönlichkeiten wie Reza Pahlavi als potenzielle Führungskräfte an Einfluss gewinnen. Die Unruhen zeigen keine Anzeichen einer Beruhigung – im Gegenteil: Sowohl im Inland als auch international gewinnt die Bewegung weiter an Fahrt.