Deutsche Bahn streicht frühmorgendliche ICE-Verbindungen zwischen Rostock und Hamburg
Jonas HofmannReduzierte Fernzüge Nach Bahnsanierung - Deutsche Bahn streicht frühmorgendliche ICE-Verbindungen zwischen Rostock und Hamburg
Die Deutsche Bahn steht wegen ihrer Pläne, frühmorgendliche ICE-Verbindungen zwischen Rostock, Schwerin und Hamburg zu streichen, in der Kritik. Die Änderungen, die ab Mai in Kraft treten sollen, betreffen zwei wichtige Verbindungen, auf die Pendler in der Region täglich angewiesen sind.
Verkehrsverantwortliche und Politiker haben die Entscheidung scharf verurteilt und argumentieren, dass dadurch die Reisepläne tausender Fahrgäste gestört werden, die auf diese Züge für ihren Arbeitsweg und Alltag angewiesen sind.
Nach dem neuen Fahrplan wird der erste ICE von Rostock nach Hamburg erst um 7:04 Uhr abfahren, Schwerin um 8:06 Uhr erreichen und um 9:12 Uhr am Hamburger Hauptbahnhof eintreffen. Kritiker bemängeln, dass diese Zeiten für viele Pendler viel zu spät sind, die bisher auf frühere Verbindungen zurückgreifen konnten.
Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Wolfgang Blank verurteilte die Streichungen und betonte, dass eine frühmorgendliche ICE-Verbindung entscheidend für die Attraktivität der Region als Wohn- und Arbeitsort sei. Unterdessen warf der verkehrspolitische Sprecher der AfD, Stephan J. Reuken, der rot-rot geführten Landesregierung vor, von den Plänen gewusst, aber nicht gehandelt zu haben.
Die Deutsche Bahn verteidigte die Entscheidung und verwies darauf, dass Pendler aus Schwerin Hamburg weiterhin früher über die Regionalexpress-Linie RE 1 erreichen könnten, die um 5:06 Uhr, 6:09 Uhr und 7:06 Uhr fährt. Die neue Vorstandsvorsitzende Evelyn Palla, die ihr Amt am 1. Januar 2026 angetreten hat, leitet derzeit eine Umstrukturierung des Unternehmens mit dem Ziel, Kundenzufriedenheit und Pünktlichkeit zu verbessern.
Als Reaktion auf die Kontroverse kündigte der CDU-Fraktionsvorsitzende Daniel Peters an, Gespräche mit Palla zu suchen, um die Streichungen zu thematisieren. Von den Änderungen werden voraussichtlich tausende Pendler in der Region betroffen sein.
Die Abschaffung der frühen ICE-Züge beseitigt zwei zentrale Verbindungen für tägliche Fahrgäste. Zwar hat die Deutsche Bahn Alternativen vorgeschlagen, doch Politiker und Verkehrsverantwortliche setzen sich weiterhin für eine Rücknahme der Entscheidung ein.
Die Gespräche mit der Vorstandsvorsitzenden Evelyn Palla könnten entscheiden, ob die Änderungen wie geplant im Mai umgesetzt werden.






