17 January 2026, 13:30

Brandenburgs Landwirtschaft im Umbruch: Eierboom und schrumpfende Tierbestände

Ein altes Buch mit einem schwarzen Hintergrund, das eine detaillierte Karte der Region Brandenburg in Deutschland zeigt, einschließlich geografischer Merkmale wie Flüsse, Berge und Städte, mit begleitendem Text, der zusätzliche Informationen bietet.

Brandenburg verliert Höfe - Mehr Hühner, weniger Rindfleisch - Brandenburgs Landwirtschaft im Umbruch: Eierboom und schrumpfende Tierbestände

Brandenburgs Agrarlandschaft hat sich in den letzten 25 Jahren radikal gewandelt. Während einige Bereiche wie die Eier- und Spargelproduktion wachsen, verzeichnen andere – etwa die Rinder-, Geflügel- und Apfelwirtschaft – deutliche Rückgänge. Auch die Zahl der Betriebe ist gesunken, begleitet von Veränderungen in der Flächennutzung und auf dem Arbeitsmarkt.

2025 wird Brandenburg voraussichtlich 958 Millionen Eier produzieren – ein Anstieg um 20 Prozent gegenüber den Vorjahren. Doch die Zahlen beim Geflügel erzählen eine andere Geschichte: Die Hühnerbestände sind von etwa 4,5 Millionen im Jahr 2001 auf unter eine Million 2023 geschrumpft, und die Prognosen sagen einen weiteren Rückgang auf 800.000 Tiere bis 2025 voraus. Umstrukturierungen in der Tierhaltung und eine sinkende Nachfrage treiben diesen Schwund voran.

Auch die Rinderbestände sind um 37,5 Prozent zurückgegangen – um 243.400 Tiere auf 406.000 im gleichen Zeitraum. Gleichzeitig hat sich die Ackerfläche um 60.000 Hektar verringert und liegt nun bei unter einer Million Hektar. Der Roggenanbau ist seit 2001 fast halbiert worden und umfasst noch 130.000 Hektar, während die Apfelernte von 33.230 auf 16.585 Tonnen gefallen ist. Doch nicht alle Sparten kämpfen mit Problemen: Die Spargelproduktion hat sich verdreifacht und erreicht 2025 mit 18.700 Tonnen ein Rekordniveau – 2001 waren es noch 5.712 Tonnen. Zudem hat sich Brandenburg zum größten Sonnenblumenproduzenten Deutschlands entwickelt, mit 21.300 Hektar Anbaufläche. Doch diese Erfolge stehen im Kontrast zu übergeordneten Herausforderungen: Die Zahl der Betriebe sank von 6.900 auf 5.200, und die Beschäftigtenzahl in der Landwirtschaft ging um 15 Prozent zurück, sodass noch 31.800 Menschen in dem Sektor arbeiten. Saisonkräfte machen mittlerweile ein Drittel der Belegschaft aus.

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Die Veränderungen spiegeln einen tiefgreifenden Wandel in Brandenburgs Agrarwirtschaft wider. Während Eier- und Spargelproduktion expandieren, schrumpfen Tierbestände, Ackerflächen und traditionelle Anbaukulturen wie Äpfel und Roggen weiter. Mit weniger Betrieben und einer kleiner werdenden Belegschaft passt sich der Sektor neuen Marktbedingungen und Nachfrageentwicklungen an.