Neuer Tarifvertrag für ÖPNV-Beschäftigte in Sachsen-Anhalt unterzeichnet
Jonas HofmannNeuer Tarifvertrag für ÖPNV-Beschäftigte in Sachsen-Anhalt unterzeichnet
Neuer Tarifvertrag für Beschäftigte im ÖPNV in Sachsen-Anhalt abgeschlossen
Ein neuer Tarifvertrag für Beschäftigte im öffentlichen Nahverkehr in Sachsen-Anhalt ist unterzeichnet worden. Die am 29. April 2026 erzielte Einigung verhindert Streiks, die den Verkehr in der gesamten Region hätten lahmlegen können. Arbeitgeber und Gewerkschaften einigten sich nach wochenlangen Verhandlungen über Löhne und Arbeitsbedingungen.
Der Vertrag bringt mehrere Verbesserungen für die Beschäftigten mit sich. Fahrpersonal erhält künftig höhere Zuschläge für Nacht- und Sonntagsdienste. Zudem wurden Ruhezeiten und Schichtlängen angepasst, um die Arbeitsbelastung zu verringern. Eine zentrale Forderung – die Senkung der durchschnittlichen Wochenarbeitszeit auf 35 Stunden – wurde jedoch nicht erfüllt.
Beschäftigte können nun einen Teil ihrer Jahresprämie in bis zu drei zusätzliche Urlaubstage umwandeln. Die Arbeitgeber verdoppeln zudem ihren Zuschuss zu den Kosten für den Führerschein. Auszubildende erhalten künftig eine Vergütung nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD), was ihnen künftige Lohnerhöhungen sichert.
Trotz der Zugeständnisse belastet der Tarifabschluss die finanziellen Spielräume der Verkehrsunternehmen in Sachsen-Anhalt. Vertreter warnen, dass weitere Kostendruck die Stabilität des lokalen Nahverkehrs gefährden könnte.
Die Einigung verhindert zwar unmittelbare Einschränkungen, stellt die Verkehrsbetriebe aber vor schwierige finanzielle Entscheidungen. Die Beschäftigten profitieren von besseren Leistungen und Arbeitsbedingungen, wenn auch nicht alle Forderungen erfüllt wurden. Der Vertrag gilt bis zur nächsten Verhandlungsrunde.






