„Memory Palace“ verwandelt Wiesbaden in einen begehbaren Gedächtnispalast
Clara Hartmann„Memory Palace“ verwandelt Wiesbaden in einen begehbaren Gedächtnispalast
Ab dem 18. Januar 2026 präsentiert der Nassauische Kunstverein Wiesbaden Memory Palace – eine immersive Ausstellung des Künstlers Martin La Roche. Die Schau verwandelt das gesamte Gebäude in einen begehbaren Kosmos aus Erinnerung, Wissen und geteiltem Erleben. Besucher sind nicht nur zum Betrachten eingeladen, sondern können Teile der Installation aktiv mitgestalten.
Die Ausstellung erstreckt sich über zwei Etagen und neun Räume, die jeweils unterschiedliche Zugänge zum Thema Erinnerung eröffnen. In einem Raum ist das Musée Légitime zu entdecken – ein tragbares Museum in einem Hut, das 193 Miniaturkunstwerke birgt. Ein anderer Bereich, Winter Garden genannt, bewahrt 192 Objekte in Boxen auf; Besucher können sie durch das Verschicken von Postkarten auswählen und anordnen.
In der Installation Sandspiel formen Gäste eine sich ständig wandelnde Kollektivskulptur aus Sand. Ein separater Raum widmet sich einem Kreuzworträtsel aus dem Guardian, das La Roche als poetischen Ausgangspunkt für seine Arbeit nutzt. Das gesamte Gebäude wird so zu einem räumlichen Modell des Gedächtnisses, das persönliche und gemeinsame Erinnerungen verschmelzen lässt. La Roches Konzept verwandelt die Galerie in einen interaktiven Gedächtnispalast. Nach monatelanger Vorbereitung öffnet die Ausstellung offiziell am 18. Januar 2026. Jedes Element – von kuratierten Objekten bis zur partizipativen Sandkunst – regt dazu an, darüber nachzudenken, wie wir Erinnerungen sammeln, bewahren und durch sie verbunden sind.
Die Ausstellung Memory Palace bleibt über Monate hinweg zu sehen und bietet ein handfestes Erlebnis von Kunst und Erinnerung. Besucher hinterlassen ihre Spuren in Installationen wie Sandspiel und erkunden, wie Gegenstände und Räume das Erinnern prägen. Das Projekt macht den Nassauischen Kunstverein Wiesbaden zu einem lebendigen Archiv kollektiven Denkens.






