Brandenburg verschärft Regeln für gefährliche Exoten – Löwen, Skorpione und Co. betroffen
Clara HartmannBrandenburg verschärft Regeln für gefährliche Exoten – Löwen, Skorpione und Co. betroffen
Die Landesregierung Brandenburgs plant ein strenges Vorgehen gegen die Haltung gefährlicher exotischer Tiere. Der Vorstoß erfolgt nach Jahren lascher Vorschriften, die es Menschen ermöglicht haben, giftige Spinnen, Skorpione oder sogar Großkatzen mit kaum einer Kontrolle zu halten. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) stellte den Entwurf in Potsdam vor und bezeichnete ihn als "wichtigen Schritt zu schärferen Regulierungen".
Den Anstoß für das neue Gesetz gab eine angebliche Löwen-Sichtung in Kleinmachnow vor einigen Jahren. Der Vorfall legte Schwächen der aktuellen Bestimmungen offen, nach denen der Erwerb und die Haltung exotischer Tiere kaum überprüft werden. Nun arbeitet das Kabinett an einem Gefahrtiergesetz, um diese Lücken zu schließen.
Das geplante Gesetz würde die Haltung, Zucht, Verbreitung und den Handel mit als hochriskant eingestuften Tieren verbieten – darunter giftige Spinnen, Skorpione und große Raubtiere. Für Ausnahmen sollen Halter künftig Fachkenntnisse, eine verantwortungsvolle Unterbringung sowie eine Haftpflichtversicherung nachweisen müssen.
Woidke räumte ein, dass die Ausarbeitung des Gesetzes komplex sei und die genauen Details noch diskutiert würden. Ziel sei es, dass gefährliche Tiere nur noch in absoluten Ausnahmefällen und unter strengen Auflagen gehalten werden dürfen.
Sollte das Gesetz verabschiedet werden, wäre dies eine deutliche Wende in der Regulierung exotischer Haustiere in Brandenburg. Besitzer verbotener Arten müssten mit rechtlichen Konsequenzen rechnen, während Händler sich an schärfere Vorschriften halten müssten. Die Landesregierung strebt an, den Entwurf nach weiteren Beratungen final zu beschließen.






