09 May 2026, 12:08

Wie Geschlecht und Gender die Medizin revolutionieren – neue Ausstellung in Halle

Eine Gruppe von Menschen auf einer Treppe, die zu einem Podium mit einem Mikrofon führt, vor einer Menge mit Kameras, wahrscheinlich bei der Nationalen Konferenz für FrauenGesundheit 2018.

Wie Geschlecht und Gender die Medizin revolutionieren – neue Ausstellung in Halle

Neue Wanderausstellung zu „geschlechter- und gendersensibler Medizin“ ab 12. Mai 2023 an der Universitätsmedizin Halle

Vom 12. bis 28. Mai 2023 präsentiert die Universitätsmedizin Halle eine neue Wanderausstellung zum Thema „Geschlechter- und gendersensible Medizin“. Die Schau richtet sich an die Öffentlichkeit und möchte aktuelle Forschungsergebnisse vermitteln sowie Fortschritte in Medizin, Wissenschaft und Bildung anregen. Der Eintritt ist für alle Besucherinnen und Besucher kostenlos.

Anhand von zwölf detaillierten Postern wird aufgezeigt, wie sich Krankheitsbilder und Behandlungsmethoden zwischen den biologischen Geschlechtern unterscheiden. Themenschwerpunkte sind unter anderem Wirkungen und Nebenwirkungen von Medikamenten sowie geschlechtsspezifische Besonderheiten bei Osteoporose, Herzinfarkten und Gefäßerkrankungen. Zudem werden Infektionen, Depressionen, ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom) sowie die Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit behandelt.

Veranstalter sind der Deutsche Ärztinnenbund und die Deutsche Gesellschaft für Geschlechterforschung in der Medizin, unterstützt von der Margarete-Ammon-Stiftung. Prof. Dr. Heike Kielstein, Dekanin der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, betont die Bedeutung geschlechter- und gendersensibler Ansätze: „Individuelle Therapien können die Behandlungsqualität für Frauen und Männer entscheidend verbessern.“

Neben medizinischen Unterschieden thematisiert die Ausstellung auch Forschungsmethoden, Lehrkonzepte und die Rolle von Frauen in Führungspositionen der Medizin. Ziel ist es, den Dialog zu fördern und durch Aufklärung die Gesundheitsversorgung nachhaltig zu optimieren.

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Bis zum 28. Mai bleibt die Ausstellung in der Universitätsmedizin Halle zugänglich – kostenlos und für alle Interessierten. Durch die Präsentation von Forschung zu geschlechter- und genderbasierten Unterschieden in der Medizin sollen Therapiestrategien weiterentwickelt und neue Impulse für das Fachgebiet gesetzt werden. Die Organisatorinnen und Organisatoren hoffen, dass die Schau sowohl Fachleute als auch die breite Öffentlichkeit zu einem Austausch anregt.

Quelle