UN-Bericht enthüllt: Reiche werden reicher, während Millionen in Armut stürzen
Theo MayerUN-Bericht enthüllt: Reiche werden reicher, während Millionen in Armut stürzen
Eine sich verschärfende globale Ungleichheitskrise wird in neuen Berichten der Vereinten Nationen und von Oxfam deutlich. Während die Gehälter von Führungskräften 2025 um 11 Prozent stiegen, erhöhte sich das Einkommen durchschnittlicher Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nur um 0,5 Prozent. Unterdessen warnt die UN, dass aufgrund der anhaltenden Golfkrise weitere 32 Millionen Menschen in Armut abrutschen könnten.
Die Kluft zwischen Spitzenverdienern und einfachen Beschäftigten hat sich dramatisch vertieft. Im Jahr 2025 erhielten die 1.500 bestbezahlten Konzernchefs durchschnittlich 8,4 Millionen US-Dollar – ein Anstieg von 54 Prozent seit 2019. Demgegenüber verdiente die globale Belegschaft im Schnitt nur 17.156 US-Dollar, kaum mehr als 2024 und immer noch 12 Prozent weniger als 2019.
Auch bei der Bekämpfung der Arbeitsarmut gibt es Rückschritte. Seit 2020 hat sich der jährliche Rückgang der Armutsquote auf nur noch 3 Prozent verlangsamt – weniger als die Hälfte des vorherigen Tempos. Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) warnt nun, dass die eskalierenden Spannungen am Golf bis zu 32 Millionen weitere Menschen in die Armut treiben könnten.
Oxfam fordert die Regierungen zu sofortigem Handeln auf. Zu den Vorschlägen gehören neue Steuern für Superreiche, strengere Lobbyregeln sowie schärfere Kontrollen bei der Finanzierung politischer Wahlkämpfe durch vermögende Einzelpersonen. Die Hilfsorganisation plädiert zudem für nationale Aktionspläne mit klaren Zielen und regelmäßigen Überprüfungen, um die Ungleichheit wirksam zu bekämpfen.
Die Berichte zeigen einen eklatanten Gegensatz zwischen explodierenden Managergehältern und stagnierenden Löhnen der Beschäftigten. Angesichts der wachsenden Armutsrisiken durch die Golfkrise zielen Oxfams Empfehlungen darauf ab, die Ungleichheit durch konkrete politische Maßnahmen einzudämmen. Die Regierungen stehen nun unter Druck, Reformen umzusetzen, die sowohl die Vermögenskonzentration als auch die wirtschaftliche Verwundbarkeit angehen.






