Südwest-Industrie startet stabil, doch die Zuversicht schwindet rasant
Der industrielle Südwesten zeigt trotz stabilen Jahresstarts erste Anzeichen von Vorsicht
Am 5. Mai 2026 veröffentlichte der Wirtschaftsverband wvib Schwarzwald AG seine vierteljährliche Konjunkturumfrage für das erste Quartal 2026. Zwar verzeichneten Unternehmen zu Beginn des Jahres noch wachsende Umsätze und Aufträge, doch die Zukunftserwartungen trüben sich zunehmend ein.
In den ersten drei Monaten 2026 meldeten viele Betriebe ein Umsatzplus von vier Prozent, während die Auftragseingänge ebenfalls solide blieben – ein vielversprechender Auftakt. Doch seitdem hat sich die Stimmung merklich abgekühlt und liegt nur noch knapp im positiven Bereich.
Erstmals seit dem Sommer 2025 bewerten die Unternehmen die aktuelle Geschäftslage wieder negativ. Nur noch rund 30 Prozent der Firmen rechnen in den kommenden Monaten mit steigenden Umsätzen – ein deutlicher Rückgang gegenüber den Prognosen zu Jahresbeginn. Als Hauptbelastungen nennen Analysten geopolitische Spannungen, hohe Energiepreise und steigende Kosten, die auf die Regionalwirtschaft drücken.
Die aktuelle Umfrage unterstreicht den Stimmungswandel in der südwestdeutschen Industrie: Trotz des Wachstums bei Umsätzen und Aufträgen zu Jahresbeginn dämpfen Unsicherheiten bei den Energiepreisen und die allgemeine wirtschaftliche Lage die Zuversicht. Die Unternehmen blicken nun mit deutlich mehr Zurückhaltung auf die kommenden Monate.






