Rheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA
Clara HartmannRheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA
Rheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte an Investmentfirma AEQUITA für vorläufig 350 Millionen Euro
Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat sich mit der Investmentgesellschaft AEQUITA auf den Verkauf seiner zivilen Power-Systems-Sparte für vorläufig 350 Millionen Euro geeinigt. Die diese Woche bekannt gegebene Transaktion markiert eine deutliche strategische Neuausrichtung des Unternehmens. AEQUITA plant, alle 6.250 Mitarbeiter zu übernehmen und den Betrieb unter den bestehenden Markennamen fortzuführen.
Die Sparte, die im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund zwei Milliarden Euro erzielte, wird seit Ende 2025 als aufgegebenes Geschäftsfeld geführt. Gemäß der Vereinbarung übernimmt AEQUITA die Markenrechte und wird das Geschäft eigenständig führen. Axel Geuer, Vorstandsvorsitzender von AEQUITA, erklärte, die Übernahme werde den Umsatz im Automobilsegment des Unternehmens auf etwa fünf Milliarden Euro steigern.
Drei deutsche Standorte des Joint Ventures KS Huayu AluTech sind nicht Teil des Verkaufs und bleiben stattdessen als Gemeinschaftsunternehmen bei Rheinmetall. Gleichzeitig wird die Tochtergesellschaft Dermalog SensorTec in die Waffe- und Munitions-Sparte von Rheinmetall integriert und behält ihren Standort in Neuss.
Das spanische Werk von Pierburg S.A. in Abadiano wird zunächst als hybrider Standort weitergeführt, bevor es schrittweise vollständig auf militärische Produktion umgestellt wird. Rheinmetall-Chef Armin Papperger bezeichnete den Deal als „wichtigen Meilenstein“ für das Unternehmen.
Der Abschluss der Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt von Anpassungen und behördlichen Genehmigungen. Bei reibungslosem Verlauf soll der Verkauf im vierten Quartal 2026 finalisiert werden.
AEQUITA wird das übernommene Geschäft weiterhin unter den Marken Pierburg, Kolbenschmidt und Motorservice führen. Sämtliche Mitarbeiter bleiben beschäftigt, sodass keine Arbeitsplätze verloren gehen. Der Deal unterstreicht Rheinmetalls strategische Ausrichtung auf Verteidigungs- und Militärtechnik, während AEQUITA gleichzeitig sein Automobil-Portfolio ausbaut.






