28 June 2026, 14:07

Reiche in China: Wirtschaftsdialog zwischen Kooperation und klaren Regeln

Deutschland und China

Reiche in China: Wirtschaftsdialog zwischen Kooperation und klaren Regeln

Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche besuchte Ende Mai China, um Handels- und Investitionsbeziehungen zu erörtern. Im Mittelpunkt der Gespräche standen Rohstoffe, Lieferketten und fairer Wettbewerb. Gleichzeitig arbeitet die EU weiter an ihrer Strategie für die wirtschaftlichen Beziehungen zu Peking.

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Reiches Reise konzentrierte sich auf die Stärkung der Zusammenarbeit bei gleichzeitiger Wahrung ausgewogener Handelspraktiken. Sie betonte die Notwendigkeit fairen Wettbewerbs und stabiler Lieferketten, insbesondere in Schlüsselsektoren. Deutschland bewegt sich dabei auf einem schmalen Grat zwischen eigenen Wirtschaftsinteressen und den übergeordneten Prioritäten Europas.

Auf dem EU-Gipfel Mitte Juni standen „globale makroökonomische Ungleichgewichte“ auf der Agenda – mit China als zentralem Thema. Die Staats- und Regierungschefs streben an, Abhängigkeiten in verbindliche Regeln umzuwandeln und Marktzutritt an die Einhaltung europäischer Standards zu knüpfen. Die Europäische Kommission hat ihre Haltung verschärft und die aktuelle Handelssituation als „nicht tragfähig“ bezeichnet.

Zuvor hatte Ling Ji, Chinas Vizehandelsminister, in Brüssel mit Ditte Juul Jørgensen, der Generaldirektorin für Handel der Europäischen Kommission, zusammengetroffen. Beide Seiten loteten Mechanismen für Handels- und Investitionskonsultationen aus. Die Europäische Volkspartei (EVP) drängt unterdessen auf eine härtere Gangart und argumentiert, dass nur eine selbstbewusste Haltung zu einem konstruktiven Dialog führe.

Deutschland passt seine Chinapolitik an und setzt auf eine Mischung aus Kooperation und klareren Vorgaben. Europas Abhängigkeit von chinesischen Seltenen Erden und Magneten zeigt die Verwundbarkeit in Schlüsselbranchen. Mit dem Vorstoß der EU für verbindliche Regeln bahnt sich ein Wandel in der Gestaltung der Wirtschaftsbeziehungen zu Peking an.

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