Porsche erleidet 91-Prozent-Gewinneinbruch – doch 2026 soll die Wende kommen
Luisa HartmannPorsche erleidet 91-Prozent-Gewinneinbruch – doch 2026 soll die Wende kommen
Porsche verzeichnet für das Jahr 2025 einen nahezu vollständigen Einbruch der Gewinne – der Nettogewinn brach um über 91 Prozent ein. Der Luxusautobauer steht weiterhin vor großen Herausforderungen, darunter eine schwache Nachfrage in China und kostspielige Verzögerungen beim Ausstieg aus Verbrennermotoren.
Trotz der Rückschläge rechnet das Unternehmen damit, dass sich die Profitabilität 2026 erholen wird – auch wenn der Absatz im kommenden Jahr voraussichtlich erneut sinken wird.
Der finanzielle Abschwung hat mehrere Ursachen. Porsche erzielte 2025 nach Steuern nur noch einen Nettogewinn von 310 Millionen Euro – ein drastischer Rückgang im Vergleich zu den Vorjahren. Ein Hauptgrund war die Entscheidung, die Produktion von Modellen mit Verbrennermotor länger aufrechtzuerhalten, was unerwartete Kosten in Milliardenhöhe verursachte und die Gewinne fast vollständig auffrauchte.
In China, einst ein Schlüsselmarkt, ging der Absatz weiter zurück. 2025 lieferte Porsche dort rund 41.900 Fahrzeuge aus – ein Minus von über 25 Prozent gegenüber 2024. Dies ist das vierte Jahr in Folge mit rückläufigen Zahlen; 2021 waren es noch fast 95.700 verkaufte Einheiten. Analysten führen den Rückgang auf den harten Wettbewerb durch einheimische Marken, eine schwächelnde Nachfrage nach Luxusgütern und wirtschaftliche Unsicherheit unter wohlhabenden chinesischen Käufern zurück.
Auch abseits Chinas hatte Porsche mit Problemen zu kämpfen, darunter höhere US-Zölle und eine Fehleinschätzung des Tempos bei der Umstellung auf Elektrofahrzeuge. Viele Sportwagenkunden bevorzugen weiterhin klassische Verbrennermotoren, was das Unternehmen zwang, den Fokus wieder stärker auf diese Modelle zu legen. Dieser Strategiewechsel ging jedoch mit hohen finanziellen Belastungen einher.
Für 2026 prognostiziert Porsche einen weiteren Absatzrückgang. Dennoch zeigt sich die Marke zuversichtlich, dass die Profitabilität wieder auf über fünf Prozent steigen wird – getrieben durch Kostensenkungen und Anpassungen der Produktstrategie.
Die finanziellen Schwierigkeiten des Unternehmens unterstreichen die Risiken eines zu zögerlichen Umstiegs auf Elektrofahrzeuge. Nach dem fast vollständigen Gewinnverlust 2025 muss Porsche nun den Spagat zwischen der Produktion traditioneller Motoren und den sich wandelnden Marktanforderungen meistern.
Die Erholung der Margen hängt davon ab, die Kosten zu drücken und den Absatz zu stabilisieren – insbesondere in China, wo die Verluste am größten ausfielen.






