06 May 2026, 05:17

PGIM revolutioniert den deutschen Reihenhausmarkt mit Mietmodell statt Verkauf

Außenansicht des Deutschen Bank-Hauptsitzes in Frankfurt, Deutschland, mit einem großen, mehrfenstrigen Gebäude, das von städtischer Infrastruktur und Grün umgeben ist.

PGIM revolutioniert den deutschen Reihenhausmarkt mit Mietmodell statt Verkauf

PGIM, eine Tochtergesellschaft von Prudential Financial, plant den Einstieg in den deutschen Reihenhausmarkt. Das Unternehmen setzt dabei auf langfristige Vermietung statt auf den Verkauf von Immobilien – ein strategischer Wandel für die Branche. Der Schritt erfolgt zu einer Zeit, in der der deutsche Immobilienmarkt mit schwacher Transaktionsaktivität zu kämpfen hat und Investoren nach neuen Ansätzen suchen.

Bisher spielten institutionelle Anleger im Markt für Einfamilienhäuser in Deutschland kaum eine Rolle. Mit dem Markteintritt von PGIM zeichnet sich nun ein Umdenken ab: Das Unternehmen konzentriert sich auf Speckgürtel um Großstädte, wo die Nachfrage nach Wohnraum besonders hoch ist. Die Häuser sollen in modularer Bauweise errichtet werden, was schnellere und kostengünstigere Lösungen ermöglicht.

Normalerweise sind Entwickler auf Vorverkäufe angewiesen, um Finanzierungen zu sichern. Doch die nachlassende Nachfrage macht dies zunehmend schwieriger. Große Investoren wie PGIM springen nun ein und garantieren teilweise die Abnahme der Objekte – im Gegenzug für günstigere Einstiegspreise. Dadurch verringert sich das Risiko für die Baufirmen, während Anleger ihre Portfolios ausbauen können.

Laut PGIM liegen die Baukosten bei 1.900 bis 2.000 Euro pro Quadratmeter. Die monatlichen Mieten für die Reihenhäuser werden voraussichtlich zwischen 1.700 und 1.800 Euro liegen, was 17 bis 18 Euro pro Quadratmeter entspricht. Das Unternehmen sieht in diesem Modell großes Potenzial, insbesondere in Regionen mit hoher Wohnraumnachfrage, aber begrenzter Bezahlbarkeit.

Der Vorstoß könnte den deutschen Wohnungsmarkt nachhaltig verändern, indem er das Mietangebot in begehrten Lagen erhöht. Mit institutioneller Unterstützung dürften Baufirmen leichter an Finanzierungen kommen – selbst in einem schwachen Marktumfeld. Sollte das Konzept erfolgreich sein, könnte PGIMs Ansatz Schule machen und weitere Investoren in den Mietsektor locken, was die Vermietungsbranche weiter stärken würde.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle