17 June 2026, 19:09

P-Konten: Warum der Schutz für Schuldner oft zur Falle wird

Pfändungsschutzkonto: Diakonie Fürth sieht Lücken in der Praxis

P-Konten: Warum der Schutz für Schuldner oft zur Falle wird

Aktionswoche Schuldnerberatung: P-Konten sollen schützen – doch oft werden sie zum Problem

Die diesjährige Aktionswoche Schuldnerberatung in Deutschland hat erneut auf die anhaltenden Probleme mit Pfändungsschutzkonten, den sogenannten P-Konten, hingewiesen. Diese Konten sollen zwar die Existenzsicherung gewährleisten, können aber im Einzelfall den Zugang zu Geldern für Verschuldete erschweren. Vom 15. bis 19. Juni steht die Veranstaltung unter dem Motto: „Wie komme ich an mein Geld? Wenn das P-Konto zum Problemkonto wird“.

Ein P-Konto schützt einen grundsätzlichen Freibetrag von 1.560 Euro pro Kalendermonat. Dieser Betrag dient der Deckung lebensnotwendiger Ausgaben und darf nicht zur Schuldenbegleichung herangezogen werden. Dennoch sollten Betroffene realistische Rückzahlungspläne mit Gläubigern vereinbaren.

Banken sind gesetzlich verpflichtet, bestehende Girokonten in P-Konten umzuwandeln. Doch nicht alle Institute halten sich daran – ein klarer Verstoß gegen die Vorschriften. Die Umstellung darf zudem keine Änderungen an bestehenden Vertragsbedingungen wie Gebühren oder Leistungen mit sich bringen. Zudem muss das Konto ohne Dispositionsrahmen geführt werden, also rein auf Guthabenbasis.

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Gemeinschaftskonten lassen sich nicht ohne Weiteres in P-Konten umwandeln – anders als Einzelkonten. Trotz ihres Schutzzwecks garantieren die Konten nicht immer den Zugriff auf die eigenen Mittel. Monatlich kommt es in Deutschland zu zwischen 300.000 und 350.000 Kontopfändungen.

Die Aktionswoche Schuldnerberatung will auf diese Herausforderungen aufmerksam machen. P-Konten sollen Verschuldeten zwar finanzielle Sicherheit bieten – doch rechtliche Hürden und praktische Hindernisse schränken ihre Wirksamkeit oft ein.

Quelle