Leverkusens Nachwuchsleistungszentrum scheitert an Monheimer Politik – trotz 70 geprüfter Standorte
Clara HartmannLeverkusens Nachwuchsleistungszentrum scheitert an Monheimer Politik – trotz 70 geprüfter Standorte
Bayer 04 Leverkusen sucht seit zehn Jahren nach einem Standort für ein neues Nachwuchsleistungszentrum – nun hat der Verein nach der Prüfung von 70 möglichen Standorten Monheim am Rhein ausgewählt. Doch das Projekt stößt auf massiven Widerstand aus der lokalen Politik.
Die aktuellen Trainingsanlagen des Clubs in der Nähe der BayArena sind durch den geplanten Ausbau einer Autobahn bedroht. Dies hat die Dringlichkeit für einen Neubau weiter erhöht. Auf dem vorgesehenen Gelände in Monheim sollen zehn Fußballplätze, 150 neue Arbeitsplätze sowie öffentlich zugängliche Rad- und Joggingwege entstehen.
Trotz mehrfacher Kompromissvorschläge blockieren lokale Politiker das Vorhaben immer wieder. Die regierende Peto-Partei verlor bei den Wahlen 2025 ihre Mehrheit im Stadtrat, doch auch die neue Koalition lehnt das Projekt aus Klimaschutz- und Umweltschutzgründen weiterhin ab. In der Folge hat der Verein seine Pläne bereits mehrfach zurückgestuft.
Sportdirektor Simon Rolfes warnt, dass die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit des Clubs vom Bau des Campus abhängt. Bayer-AG-Vorstandsvorsitzender Bill Anderson bestätigte, dass das Unternehmen die Entwicklungen in Monheim genau verfolge.
Für die langfristige Zukunft von Bayer 04 Leverkusen bleibt der Standort Monheim unverzichtbar. Doch aufgrund des anhaltenden politischen Widerstands ist die Genehmigung des Projekts ungewiss. Ohne den Neubau könnte der Verein Schwierigkeiten haben, seine Trainingsstandards und Infrastruktur aufrechtzuerhalten.
