Kerosin-Krise stoppt Europas Flugverkehr: Lufthansa streicht 20.000 Flüge
Jonas HofmannKerosin-Krise stoppt Europas Flugverkehr: Lufthansa streicht 20.000 Flüge
Schwere Kerosin-Knappheit legt europäischen Flugverkehr lahm – Airlines streichen Tausende Flüge
Eine massive Verknappung von Flugtreibstoff bringt den europäischen Luftverkehr durcheinander und zwingt Fluggesellschaften zu drastischen Streichungen. Auslöser der Krise sind blockierte Öl- und Gaslieferungen durch die Straße von Hormus, die zu einer Verdopplung der Kerosinpreise geführt haben. Die Lufthansa hat bereits Tausende Flüge gestrichen, um den Verbrauch zu drosseln.
Die Internationale Energieagentur (IEA) warnt, dass die europäischen Flugtreibstoffreserven nur noch für sechs Wochen reichen. Angesichts schwindender Bestände hat Willie Walsh, Generaldirektor der International Air Transport Association (IATA), die Airlines aufgefordert, sich ab Ende Mai auf weitere Stornierungen einzustellen.
Die Lufthansa handelt frühzeitig, um Treibstoff zu sparen: Bis Oktober werden rund 20.000 Flüge gestrichen, vor allem weniger rentable Verbindungen ab Frankfurt und München. Durch diese Maßnahmen sollen etwa 40.000 Tonnen Kerosin eingespart werden.
Die Airline will ihren angepassten Sommerflugplan bis Anfang Mai vorlegen. Für Passagiere bedeutet die Krise Unsicherheit, da die Branche mit weiteren Turbulenzen in den kommenden Monaten rechnet.
Die Treibstoffknappheit zwingt die Airlines zu harten Entscheidungen. Mit den Streichungen versucht die Lufthansa, die knappen Reserven zu strecken – doch weitere Kürzungen könnten folgen. Reisende sollten ihren Flugstatus regelmäßig prüfen, da sich die Lage weiter zuspitzen könnte.






