17 June 2026, 18:39

Italo plant 2028 Einstieg in deutschen Fernverkehr – Pro Bahn fordert faire Regeln

Pro Bahn fordert Schutzvorkehrungen für den Einstieg von Italo in den deutschen Fernverkehr

Italo plant 2028 Einstieg in deutschen Fernverkehr – Pro Bahn fordert faire Regeln

Fahrgastverband Pro Bahn begrüßt Italos geplanten Einstieg in den deutschen Fernverkehr

Der deutsche Fahrgastverband Pro Bahn hat den geplanten Markteintritt des italienischen Hochgeschwindigkeitsanbieters Italo in den deutschen Fernverkehr positiv aufgenommen. Das Unternehmen will ab 2028 auf wichtigen Strecken Verbindungen anbieten. Pro Bahn sieht darin eine Chance für mehr Wettbewerb, pocht jedoch auf klare Regeln, um alle Regionen zu schützen.

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Italo plant, ab 2028 stark frequentierte Relationen wie Berlin–München, München–Hamburg sowie Köln–Frankfurt–München zu bedienen. Der Fahrgastverband bewertet den Schritt als Chance für die Branche, warnt jedoch vor Risiken ohne ausreichende Kontrolle. Die Organisation befürchtet, dass neue Anbieter vorrangig lukrative Strecken bedienen könnten – auf Kosten ländlicher und regionaler Verbindungen.

Um dies zu verhindern, fordert Pro Bahn eine unabhängige nationale Behörde für den Fernverkehr. Diese soll Strecken und Leistungen fair über das gesamte Netz verteilen. Der stellvertretende Bundesvorsitzende Michael Koch betonte, dass Wettbewerb allen Fahrgästen bundesweit zugutekommen müsse.

Darüber hinaus setzt sich der Verband für ein einheitliches Tarifsystem ein, das alle Fernverkehrsanbieter umfasst. Dazu gehören auch Zeitkarten sowie ein anbieterübergreifendes Pendant zur BahnCard. Pro Bahn argumentiert, dass bestehende Gesetze im Allgemeinen Eisenbahngesetz durchgesetzt werden müssten, um dies zu verwirklichen.

Zudem besteht die Organisation auf rechtlich verbindliche Schutzmechanismen für den Regionalverkehr. Diese sollen Kapazitätsprobleme verhindern, wenn neue Anbieter Zugang zu den Gleisen erhalten.

Pro Bahn unterstützt Italos Markteintritt – allerdings nur unter strengen Auflagen. Eine faire Streckenvergabe, einheitliche Tarife und der Schutz regionaler Verbindungen seien unverzichtbar. Ohne diese Maßnahmen drohten ländliche Gebiete das Nachsehen zu haben, sobald der Wettbewerb zunehme.

Quelle