Hamburg plant riesige Flusswasser-Wärmepumpe an der Elbe für 45.000 Haushalte
Clara HartmannHamburg plant riesige Flusswasser-Wärmepumpe an der Elbe für 45.000 Haushalte
Neues Flusswasser-Wärmepumpenwerk soll in Hamburg nahe der Marienbrücke entstehen
In Hamburg entsteht in der Nähe der Marienbrücke ein neues Wärmepumpenwerk, das Wasser aus der Elbe nutzt, um klimaneutrale Wärme für tausende Haushalte zu erzeugen. Die Planer streben an, den Betrieb bis 2031 aufzunehmen.
Die Anlage wird etwa 2,5 Kubikmeter Wasser pro Sekunde aus der Elbe entnehmen und es anschließend um etwa drei Grad abgekühlt wieder in den Fluss zurückleiten. Dieser Prozess soll die Gesamtwassertemperatur des Flusses nicht beeinträchtigen.
Im Gegensatz zu Luft-Wärmepumpen bietet Flusswasser eine gleichmäßigere Temperatur – sowohl tagsüber als auch nachts. Sobald die Anlage in Betrieb ist, soll sie jährlich rund 300.000 Megawattstunden Wärme produzieren. Damit ließen sich bis zu 45.000 Haushalte mit Heizenergie versorgen.
Der Standort nahe der Marienbrücke wurde wegen der guten Anbindung an den Fluss und das Fernwärmenetz gewählt. Die geschätzten Kosten des Projekts belaufen sich auf etwa 92 Millionen Euro.
Die Wärmepumpe wird die klimaneutrale Wärmeerzeugung in der Region deutlich steigern und ist so konzipiert, dass sie einen erheblichen Teil des lokalen Bedarfs decken kann, ohne das Ökosystem des Flusses zu gefährden. Mit dem Baubeginn wird in den kommenden Jahren gerechnet.






