06 May 2026, 16:08

Familienunternehmen warnen vor schleichendem Aderlass der deutschen Wirtschaft

Offenes Buch mit handschriftlicher genealogischer Familiengeschichte, die die Abstammung einer deutschen Familie detailliert

Familienunternehmen warnen vor schleichendem Aderlass der deutschen Wirtschaft

Ein Jahr nach Amtsantritt der schwarz-roten Koalition üben Familienunternehmen in Deutschland scharfe Kritik an der Bundesregierung. Die Stiftung Familienunternehmen und Politik, die mehr als 600 Firmen vertritt, erklärt, dass die Erwartungen weiterhin enttäuscht würden. Viele Unternehmen sehen sich zunehmend gezwungen, Gewinne ins Ausland zu verlagern, statt im Inland zu investieren.

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Rainer Kirchdörfer, Vorstandsmitglied der Stiftung, warnte, dass die exportgetriebene deutsche Wirtschaft allmählich an Kraft verliere. Die Lage bezeichnete er als schleichende Aderlass, der das seit langem bewährte Geschäftsmodell des Landes bedrohe. Laut Kirchdörfer habe die Regierung es versäumt, Bürokratie abzubauen oder die Ausgaben zu senken – zentrale Forderungen der Familienbetriebe.

Die Führungsschwächen in Europa verschärften das Problem zusätzlich, da übermäßige Regulierung weitere Hindernisse schaffe. Gleichzeitig trage die USA durch die Untergrabung der Vorhersehbarkeit globaler Handelsregeln zur Instabilität bei, so Kirchdörfer. Er betonte, dass sich die aktuelle Regierung weitere Fehler nicht mehr leisten könne, da sowohl die Wirtschaft als auch künftige Generationen auf stabile und vernünftige Politik angewiesen seien.

Familienunternehmen wollen zwar weiterhin in Deutschland investieren, doch viele fühlten sich zunehmend in ausländische Märkte abgedrängt. Ohne dringende Reformen drohe dem Land der Verlust seiner Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Handel, warnt die Stiftung.

Die Kritik fällt mit dem ersten Jahrestag der Koalition zusammen. Familienbetriebe fordern nun sofortige Maßnahmen zur Entflechtung der Bürokratie und zur Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Ohne diese Veränderungen könnte Deutschlands Position als führende Exportnation langfristig ernsthaft beschädigt werden.

Quelle