06 May 2026, 02:59

Ex-Ministerpräsidenten warnen vor AfD-Machtübernahme und ihren dramatischen Folgen

Karte von Deutschland mit Bundesländern in rot und blau markiert, um die Ergebnisse der Wahl von 2016 anzuzeigen, einschließlich der Namen der Kandidaten und des Wahltermins.

Ex-Ministerpräsidenten warnen vor AfD-Machtübernahme und ihren dramatischen Folgen

Ehemalige Ministerpräsidenten warnen vor schweren Folgen eines AfD-Wahlerfolgs

Die früheren Ministerpräsidenten Reiner Haseloff und Bodo Ramelow haben schwere Bedenken hinsichtlich der möglichen Konsequenzen eines Wahlsiegs der Alternative für Deutschland (AfD) geäußert. Sollte die rechtspopulistische Partei an die Macht kommen, drohten demnach erhebliche Einschränkungen demokratischer Standards, des Bildungssystems und der Sicherheit. Ihre Äußerungen fallen in eine Phase verschärfter Debatten über die Vereinbarkeit der AfD-Politik mit den Grundwerten des Grundgesetzes.

Reiner Haseloff, ehemaliger Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, zog Parallelen zwischen dem Aufstieg der AfD und dem Einzug der NSDAP in den Reichstag 1932. Er warnte, dass Schulabschlüsse unter einer AfD-geführten Regierung möglicherweise nicht mehr anerkannt würden – mit der Folge, dass Universitäten Zeugnisse aus einem von der Partei regierten Bundesland ablehnen könnten. Zudem drohten Umstrukturierungen in den Sicherheitsbehörden, die EU-Fördergelder, Bundeszuschüsse und den Länderfinanzausgleich gefährden könnten.

Bodo Ramelow, ehemaliger Ministerpräsident Thüringens, appellierte an AfD-Wähler, die langfristigen Folgen ihrer Entscheidung zu bedenken. Er stellte infrage, ob Demokratie und individuelle Freiheitsrechte unter einer Führung der Partei überleben würden. Ramelow deutete zudem an, dass Beamte sich weigern könnten, vertrauliche Daten an eine von Extremisten geführte Regierung weiterzugeben – mit Verweis auf ihren Diensteid und das Amtsgeheimnis.

Stephan Kramer, Chef des Thüringer Verfassungsschutzes, schloss sich diesen Bedenken an. Er fragte, ob vertrauliche Akten und Nachrichtendienstinformationen an eine Partei wie die AfD übergeben werden dürften, angesichts ihrer umstrittenen Haltung in Sicherheitsthemen. Unterdessen bezeichnete Sebastian Fiedler, innenpolitischer Sprecher der SPD, eine absolute AfD-Mehrheit als Bedrohung für den föderalen Aufbau Deutschlands und nannte sie „eine Art feindliches Gebiet“ für die staatliche Ordnung.

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Die Warnungen spiegeln eine wachsende Besorgnis über den möglichen Einfluss der AfD auf zentrale Institutionen wider. Bei einem Wahlsieg der Partei stünden Bildung, Sicherheit und Bundesförderungen vor tiefgreifenden Veränderungen. Zudem haben Beamte und Politiker bereits Widerstand gegen eine Zusammenarbeit mit einer AfD-geführten Regierung signalisiert – und werfen damit grundsätzliche Fragen zur künftigen Regierungsfähigkeit auf.

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