29 April 2026, 14:14

Energiekrise treibt Spritpreise in die Höhe – während Ölkonzerne Rekordgewinne einfahren

Graph, das die Treibstoffpreise in den Vereinigten Staaten über die Zeit hinweg zeigt, mit zwei Linien, die die Preisentwicklungen darstellen, einer abnehmenden (blau) und einer zunehmenden (grün).

Energiekrise treibt Spritpreise in die Höhe – während Ölkonzerne Rekordgewinne einfahren

Die globale Energiekrise treibt die Spritpreise weiter in die Höhe und belastet Milliarden Menschen mit steigenden Kosten. Gleichzeitig verzeichnen große Ölkonzerne Rekordgewinne – was die Sorge vor ungerechtfertigten Profiten in Zeiten allgemeiner finanzieller Not schürt. Regierungen und Bürger suchen nun nach Wegen, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern und die Belastung für Haushalte zu mindern.

Die Ölpreise sind explodiert und haben die Kosten für grundlegende Güter wie Düngemittel, Transport und Lebensmittel in die Höhe getrieben. Sollte die Krise anhalten, könnten Millionen weitere Menschen von Hunger bedroht sein, da Grundnahrungsmittel immer weniger erschwinglich werden. Die Situation führt zu wachsender Frustration: Während die Gewinne in privater Hand bleiben, trägt die Allgemeinheit die finanzielle Last.

Die jüngsten Finanzzahlen von BP unterstreichen diese Ungleichheit. Der Nettogewinn des Konzerns verdoppelte sich im ersten Quartal 2023 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 2,7 Milliarden Euro. Deutschland reagierte unter anderem mit einer Übergewinnsteuer für Energieunternehmen, die nach Russlands Angriff auf die Ukraine rund 2,5 Milliarden Euro einbrachte.

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Die öffentliche Sorge über die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern wächst. Eine aktuelle Umfrage in Deutschland ergab, dass sich fast 80 Prozent der Bevölkerung durch die Importabhängigkeit von Öl und Gas bedroht fühlen. Einige Länder reagieren darauf mit einer beschleunigten Wende zu erneuerbaren Energien. Südkoreas Präsident kündigte Pläne an, den Verbrauch fossiler Brennstoffe durch den Ausbau der Stromnetze und die Einführung eines "Solar-Einkommens"-Programms zu reduzieren.

Auch Chinas Solarindustrie verzeichnet ein rasantes Wachstum. Die Exporte von Solarmodulen verdoppelten sich im März 2023 im Vergleich zum Vormonat – ein Zeichen für die starke globale Nachfrage. Deutschland hingegen geht einen anderen Weg und plant, die Förderung für kleine Solaranlagen bis 2024 schrittweise abzuschaffen.

Fatih Birol, der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), führt die Krise unter anderem auf die Politik unter dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump und dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu zurück. Ihre Maßnahmen hätten, so Birol, zur aktuellen Instabilität auf den Energiemärkten beigetragen.

Die Energiekrise vertieft die Kluft zwischen Unternehmensgewinnen und den Nöten der Haushalte. Regierungen stehen nun unter Druck, kurzfristige finanzielle Entlastungen mit langfristigen Lösungen in Einklang zu bringen. Während einige Länder den Ausbau erneuerbarer Energien vorantreiben, bauen andere die Anreize ab – für Millionen von Menschen, die unter steigenden Kosten leiden, bleibt die Zukunft ungewiss.

Quelle