13 June 2026, 00:10

Berlins Kulturschaffende kämpfen um mehr Förderung vor der Wahl 2024

Welchen Weg für die Kultur?

Berlins Kulturschaffende kämpfen um mehr Förderung vor der Wahl 2024

Berlins Kulturszene startet Kampagne für mehr Förderung vor der Wahl

Die Berliner Kulturbranche hat eine Initiative gestartet, um die Finanzierung von Kunst und Kultur vor der anstehenden Wahl in den Fokus zu rücken. Die Aktion „Berlin ist Kultur“ eröffnete eine Themenwoche mit einem Manifest unter dem Titel „Berliner Erklärung“. Der Slogan „#deinstimmefürkultur – Am 20. September liegt die Entscheidung bei dir“ spricht die Wählerinnen und Wähler direkt an.

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Zur Eröffnung erschienen nur wenige Politiker, darunter Katharina Marg von der Linken sowie die Grünen-Co-Vorsitzenden Ronja Losert und Bertram von Boxberg. Andere Berliner Amtsträger blieben der Veranstaltung fern. In der Erklärung wird gefordert, mindestens drei Prozent des Landeshaushalts für Kultur bereitzustellen, sowie stabile Förderstrukturen zu schaffen.

Die Initiatoren der Kampagne haben für die Kandidatinnen und Kandidaten sogenannte „Wahl-Lackmustests“ entwickelt – etwa das Versprechen „Kunstbildung stärken!“ –, um deren politisches Engagement zu prüfen. Oliver Reese, Intendant des Berliner Ensembles, kritisierte jüngste Kürzungen im Kulturbereich als falschen Weg. Zudem warnte er vor der drohenden Schließung des Atelierhauses in der Wilsnacker Straße.

Tom Streidel äußerte Besorgnis über die Werkstätten des Maxim-Gorki-Theaters, die mit Mietforderungen der Opernstiftung konfrontiert sind. Reese berichtete persönlich, wie ein Theaterbesuch mit 14 Jahren in Paderborn sein Leben geprägt habe.

Ziel der Kampagne ist es, Kultur zu einem zentralen Wahlkampfthema zu machen. Die Unterstützer fordern langfristige finanzielle Sicherung und politische Maßnahmen zum Schutz der künstlerischen Räume Berlins. Die Aktionswoche markiert den Auftakt einer breiter angelegten Bewegung für politischen Wandel.

Quelle