09 May 2026, 02:12

Amos Oz' Zwischen Freunden erklingt in Wort und Musik am 13. Mai

Plakat mit einem detaillierten Kartenbild von Israel mit Städten, Flüssen und geografischen Merkmalen in Englisch und Hebräisch.

Amos Oz' Zwischen Freunden erklingt in Wort und Musik am 13. Mai

Ein literarischer Abend am 13. Mai lässt Amos Oz’ Zwischen Freunden durch Lesungen und Musik lebendig werden. Die vom Katholischen Bildungswerk für Erwachsene und dem Verein Ganey Tikva organisierte Veranstaltung widmet sich den Herausforderungen des Kibbuz-Lebens in den späten 1950er-Jahren. Heinz D. Haun trägt Auszüge aus dem Buch vor, begleitet von Akkordeon und Cello.

Die ersten Kibbuzim entstanden im Heiligen Land lange vor der Gründung Israels 1948. Diese genossenschaftlichen Siedlungen funktionierten ohne Geld oder Privateigentum – stattdessen basierten sie auf gemeinsamer Arbeit und kollektiven Entscheidungen. In Zwischen Freunden untersucht Amos Oz die Spannungen innerhalb dieses idealistischen Systems, in dem menschliche Natur oft mit der starren Gleichheitsvorstellung kollidierte.

Eine der Geschichten, Esperanto, handelt von Martin, einem Schuhmacher, der davon träumt, die Menschen durch eine universelle Sprache zu einen und Konflikte zu beenden. Seine Vision spiegelt den größeren Kibbuz-Traum wider – eine Gesellschaft ohne Spaltung. Doch die Realität erwies sich als schwerer umsetzbar. Mit der Zeit scheiterte das Experiment, da sich viele dem dauerhaften Unterordnen unter die Gemeinschaft widersetzten.

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Beim Abend am 13. Mai wird Heinz D. Haun Passagen aus Oz’ Werk vortragen. Arne Meinhardt am Akkordeon und seine Tochter Anaïs am Cello begleiten die Lesung musikalisch und verleihen dem Abend eine zusätzliche Tiefe – eine Reflexion über kollektive Ideale und ihre Grenzen.

Die Veranstaltung bietet einen Einblick in eine prägende Epoche der israelischen Geschichte, in der Kibbuzim die Grenzen des gemeinsamen Lebens ausloteten. Anhand von Oz’ Erzählungen zeigt sich, wie Ehrgeiz und menschliche Natur diese Gemeinschaften formten – und letztlich veränderten. Beginn ist um 19:30 Uhr, Karten sind über die Veranstalter erhältlich.

Quelle