Alabali-Radovan kritisiert Abschiebedebatten: Syrier leisten bereits Wiederaufbau
Clara HartmannAlabali-Radovan kritisiert Abschiebedebatten: Syrier leisten bereits Wiederaufbau
Entwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan kritisiert Debatten über Abschiebungen von Syrern
Die deutsche Entwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan hat die anhaltenden Diskussionen über die Abschiebung von Syrern scharf kritisiert. Bei einer Veranstaltung zum Jubiläum der Plattform „Neuer Aufbruch für Syrien“ äußerte sie Unverständnis über Forderungen, Syrier müssten sich „endlich“ am Wiederaufbau ihres Landes beteiligen. Viele leisteten dies bereits seit Jahren – und zwar „praktisch und wirksam“, betonte die Ministerin. Gleichzeitig warnte sie, dass Debatten über Zwangsrückführungen unnötige Verunsicherung bei den Betroffenen schürten.
Im Rahmen der Veranstaltung berichteten Teilnehmerinnen und Teilnehmer von ihren Erfahrungen, wie sie ihr Leben in Deutschland mit dem Engagement für den Wiederaufbau Syriens vereinen. Alabali-Radovan würdigte diese doppelte Rolle und unterstrich, dass die Fähigkeiten der Syrier auch in Deutschland von großem Wert seien.
Zudem kündigte die Ministerin an, das Know-how von Diaspora-Gemeinschaften künftig stärker in die deutsche Entwicklungszusammenarbeit einzubinden. Damit solle ihr Wissen genutzt und gleichzeitig ihre Verbindung zu beiden Ländern gestärkt werden.
Ihre Äußerungen fallen in eine Phase, in der die Debatten über Abschiebungen von Syrern weitergehen. Mit dem Fokus auf bestehende Beiträge und zukünftige Integration deutet sich jedoch ein Wandel in der politischen Diskussion an. Die Bundesregierung strebt nun an, die Rolle syrischer Expertise in der Entwicklungsarbeit institutionell zu verankern.






