17 June 2026, 18:16

Abschied mit Stil: Shermin Langhoff verlässt das Berliner Gorki-Theater

Lieder aus den letzten Jahren am Maxim Gorki

Abschied mit Stil: Shermin Langhoff verlässt das Berliner Gorki-Theater

Ein Abschiedsabend markiert den Wechsel an der künstlerischen Spitze des Berliner Maxim-Gorki-Theaters

Bei einer festlichen Veranstaltung wurde der Wechsel in der künstlerischen Leitung des Gorki-Theaters in Berlin gewürdigt. Künstler:innen, Gäste und Prominente kamen zusammen, um die scheidende Intendantin Shermin Langhoff zu ehren – und um die prägende Rolle des Hauses für das postmigrantische Theater in Deutschland zu feiern.

Den Abend eröffnete Via Jikeli mit einer Revue, in der sie Berlin, dein Gesicht hat Sommersprossen aus Christian Weises Der Untertan darbot. Später sang Jonas Dassler den Fledermaus-Aussterbelied, bevor sich die Gäste in eine Bar nach Neukölln aufmachten.

Im Schilling herrschte eine warme, vertraute Atmosphäre. Farben, Gerüche und Stimmen bildeten einen einladenden Rahmen, während Essen und Getränke gereicht wurden. Gegen drei Uhr morgens schienen die dystopischen Töne der Aufführungen längst verflogen.

Shermin Langhoff hielt sich mit Worten zurück. Statt einer langen Rede bedankte sie sich in wenigen Sätzen. Auch Cem Özdemir, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, würdigte sie in einer Ansprache. Unterdessen teilte ein Gast, nur als M. bekannt, persönliche Reflexionen über ihre zwölf Jahre in Berlin – und wie sich Stadt und Menschen in dieser Zeit verändert hätten.

Die Veranstaltung unterstrich den nachhaltigen Einfluss des postmigrantischen Theaters auf die deutsche Kulturlandschaft. Gleichzeitig endete mit dem Abend eine Ära am Gorki unter Langhoffs Führung. Der Abend klang aus mit Gesprächen, Getränken und dem bittersüßen Geschmack von Prassniks Hausbier – immer noch zu bitter und doppelt so teuer.

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