Yvonne Benner fordert radikalen Wandel in der deutschen Industriepolitik
Clara HartmannYvonne Benner fordert radikalen Wandel in der deutschen Industriepolitik
Yvonne Benner, eine prägende Figur der deutschen Arbeitsbewegung, hat einen grundlegenden Wandel in der Industriepolitik des Landes gefordert. Sie warnte, die deutsche Wirtschaft stehe seit sechs Jahren auf der Stelle und sehe sich nun einem harten Wettbewerb mit China und den USA gegenüber. Ihre Äußerungen fielen im Zusammenhang mit der Vorstellung ihrer Prioritäten für Investitionen, die Unterstützung von Beschäftigten und klarere Entscheidungsprozesse der Regierung.
Benner betonte, dass der traditionelle deutsche Ansatz in der Industriepolitik nicht mehr funktioniere. Ein „ebener Spielplatz“ – also gleiche Wettbewerbsbedingungen – existiere nicht mehr, weshalb gezielte Investitionen nötig seien statt pauschaler Ausgaben oder undifferenzierter Subventionskürzungen. Ihr Fokus liege darauf, die industrielle Zukunft Deutschlands durch strategische Planung zu sichern.
Kritik übte sie an Plänen zur Reform der Arbeitszeitregelungen. Stattdessen setzte sie sich für bessere Ausbildungsprogramme und eine stärkere Einbindung von Frauen in den Arbeitsmarkt ein. Als Fürsprecherin der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wies sie auf die wachsende Belastung der Haushalte durch steigende Lebenshaltungskosten hin.
In puncto Staatsführung forderte Benner eine klarere Aufgabenteilung zwischen Regierung und Parlament. Zwar zeigte sie sich bereit, mit den Bundesbehörden zusammenzuarbeiten, bestand aber auf einem strukturierten Dialog mit Gewerkschaften und Arbeitgebern. Die soziale Partnerschaft, so Benner, sei entscheidend, um die wirtschaftlichen Herausforderungen Deutschlands zu meistern.
Benners Aussagen deuten auf einen Kurs hin, der auf gezieltere Wirtschaftspolitik setzt. Sie plädiert für Investitionen in Schlüsselsektoren, bessere Arbeitnehmerrechte und effizientere Gesetzgebungsverfahren. Ihre Haltung spiegelt die Sorge über die wirtschaftliche Stagnation wider – und die Notwendigkeit, dass sich Deutschland in einem globalen Wettbewerbsumfeld neu aufstellen muss.






