Wolters Brauerei in Braunschweig beantragt Eigenverwaltung – Rettung in letzter Minute?
Jonas HofmannWolters Brauerei in Braunschweig beantragt Eigenverwaltung – Rettung in letzter Minute?
Die Wolters Brauerei in Braunschweig hat Eigenverwaltung beantragt – und damit Sorgen um ihre Zukunft ausgelöst. Die traditionsreiche Brauerei am Ufer der Oker steht nun im Mittelpunkt dringender politischer Initiativen. Gerüchte über einen möglichen Zusammenbruch machen bereits seit Tagen die Runde.
Die CDU-Fraktion im Stadtrat wird in der Sitzung am Dienstag einen Eilantrag einbringen, um eine Taskforce zur Rettung der Brauerei einzurichten. Dieser Arbeitsgruppe sollen die Brauereiführung, der Betriebsrat, Vertreter der Gastronomiebranche, die Volksbank BraWo sowie Spitzenpolitiker der großen Ratsfraktionen angehören.
Die Stadtverwaltung betont zwar, dass sie aufgrund rechtlicher Vorgaben zu kommunaler Wirtschaftsförderung nicht direkt in die Sanierung eingreifen könne. Dennoch stehe man in engem Austausch mit der Wolters-Geschäftsführung und sei bereit, ein Runden-Tisch-Gespräch mit Ratsmitgliedern und regionalen Akteuren zu organisieren. Voraussetzung für solche Gespräche sei jedoch, dass die Insolvenzverhandlungen zunächst eine klare Strategie für die Fortführung oder Umstrukturierung der Brauerei erbringen.
Ziel des Insolvenzverfahrens ist es, durch Verhandlungen mit Anteilseignern und Gläubigern eine wirtschaftlich tragfähige Lösung zu finden. Die Stadt betrachtet die Wolters Brauerei als unverzichtbaren Teil des kulinarischen Erbes der Region.
Die Abstimmung über den Eilantrag findet am kommenden Dienstag statt. Bei einer Zustimmung würde die Taskforce ihre Arbeit aufnehmen, um die Zukunft der Brauerei zu sichern. Die Ergebnisse der Insolvenzgespräche werden die weiteren Schritte aller Beteiligten maßgeblich prägen.
