07 June 2026, 20:07

Wolfsburgs zweisprachiges Programm steht vor dem Aus – Eltern kämpfen um italienisches Erbe

Weniger Italienisch-Kurse an der IGS: Widerstand formiert sich

Wolfsburgs zweisprachiges Programm steht vor dem Aus – Eltern kämpfen um italienisches Erbe

Zweisprachiges Deutsch-Italienisch-Programm an Wolfsburgs Leonardo-da-Vinci-Schule steht vor Kürzungen

Ab dem nächsten Schuljahr soll das zweisprachige Deutsch-Italienisch-Angebot an der Wolfsburg Leonardo-da-Vinci-Schule gestrichen werden. Eltern und Lehrkräfte haben eine Online-Petition gestartet, um die Klassen zu erhalten – mit dem Argument, dass frühkindliche Zweisprachigkeit gefördert werden müsse. Die Maßnahme erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem der zweisprachige Zweig der Schule mit geringeren Anmeldezahlen kämpft als andere Bildungsgänge in der Stadt.

Wolfsburg, eine Stadt in Norddeutschland, blickt auf tiefe italienische Wurzeln zurück, die bis in die 1960er-Jahre reichen. Damals zogen über 60.000 Italiener in die Region und prägten das lokale Kulturleben nachhaltig. Die Leonardo-da-Vinci-Schule spiegelt diese Geschichte mit ihrem deutsch-italienischen Zweisprachenprogramm wider.

Laut dem Entwicklungskonzept der Schule ist der zweisprachige Zweig der einzige, der unter 70 Prozent Auslastung liegt. Daher planen die Verantwortlichen, ihn ab dem kommenden Jahr auf nur noch eine Klasse zu reduzieren. Diese Entscheidung stößt bei Eltern und Pädagogen auf Widerstand, die frühzeitiges zweisprachiges Lernen als wertvoll erachten.

Eine Online-Petition, die bereits mehr als 550 Unterstützer verzeichnet, fordert, dass ab der fünften Klasse zwei italienischsprachige Zweisprachenklassen erhalten bleiben. Die Befürworter argumentieren, dass die Beibehaltung des Programms nicht nur das italienische Erbe der Stadt würdigt, sondern den Schülerinnen und Schülern auch bildungstechnisch einen klaren Vorteil verschafft.

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Das Ergebnis der Petition wird entscheiden, ob das zweisprachige Angebot in seiner bisherigen Form fortgeführt wird. Sollten die Kürzungen umgesetzt werden, bleibt nur eine einzige Klasse übrig – was die Wahlmöglichkeiten für Familien einschränkt, die ihren Kindern einen frühen Italienischunterricht ermöglichen möchten. Die Entscheidung wirft zudem die Frage auf, wie die Stadt ihre kulturellen Verbindungen zur italienischen Gemeinschaft langfristig bewahrt.

Quelle