16 March 2026, 00:45

Woidke feiert Karneval 2025 als Brandenburgs kulturelles Erbe und stichelt gegen Berlin

Eine Person in einem hellgelben Kleid lächelt aufgeregt in der Mitte eines Faschingsplakats, umgeben von der Schrift "Fasching" in fetter schwarzer Schrift.

Fasching in Potsdam - und Woidke stichelt gegen Berlin - Woidke feiert Karneval 2025 als Brandenburgs kulturelles Erbe und stichelt gegen Berlin

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke hat den Karneval 2025 als zentralen Bestandteil der kulturellen Identität der Region gefeiert. Bei einer lebhaften Veranstaltung in der Staatskanzlei betonte er dessen Bedeutung für den Zusammenhalt der Gemeinschaft. Die Feierlichkeiten beinhalteten auch einen scherzhaften Seitenhieb auf Berlins Ruf als Stadt der Unordnung.

Woidke nutzte die Gelegenheit, um den Karneval als eine Tradition zu loben, die Einheit und Zugehörigkeit stärkt. Er beschrieb ihn als weit mehr als nur ein Fest – als unverzichtbares Kulturgut, das größere Anerkennung verdient.

Seine Äußerungen fallen in eine Zeit, in der Karnevalsvereine in ganz Deutschland auf eine offizielle Anerkennung als immaterielles Kulturerbe drängen. Bisher hat nur das Saarland seine regionale Fastnacht vollständig gewürdigt: Die Saarländische Fastnacht wird 2025 in das nationale Verzeichnis aufgenommen. Auch andere Regionen haben Fortschritte gemacht: Der Rheinische Karneval erhielt 2015 nationale Anerkennung, die Schwäbisch-Alemannische Fastnacht 2014 und Bayerns Chinesenfasching folgt 2025. Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern haben Schritte zur formellen Anerkennung unternommen, während Thüringen die Karnevalstraditionen ohne formales Verfahren lebendig hält.

Während der Veranstaltung lud Woidke Berlins regierenden Bürgermeister Kai Wegner scherzhaft auf die Bühne ein. Der Kommentar folgte auf eine humorvolle Anspielung auf den chaotischen Ruf der Hauptstadt und trug zur ausgelassenen Stimmung bei.

Die Bemühungen um die Anerkennung des Karnevals gehen in mehreren Bundesländern weiter, wobei Verbände Bewerbungen für nationale und UNESCO-Listen einreichen. Brandenburgs Unterstützung verleiht der Initiative zusätzlichen Schwung. Bei Erfolg könnte die Tradition als Teil des deutschen Kulturerbes breiteren Schutz und mehr Würdigung erfahren.

AKTUALISIERUNG

Woidkes Berlinscher Stiche und Erbe-Kampagne

Woidkes Event am 10. Februar zeigte schärfere Berliner Stiche. Der Ministerpräsident machte sich über das '365 Tage Karneval'-Chaos in Berlin lustig, das jüngste Stromausfälle umfasste. Seine Erbe-Kampagne für 2025 umfasst nun auch regionale Verbände von Sachsen bis Thüringen.