Wohnungsnot in Deutschland: Linke fordert radikale Lösungen gegen den Mangel
Clara HartmannWohnungsnot in Deutschland: Linke fordert radikale Lösungen gegen den Mangel
Deutschlands Wohnungsnot hat einen kritischen Punkt erreicht – bundesweit fehlen mindestens 1,4 Millionen Wohnungen. Caren Lay, wohnungspolitische Sprecherin der Linken, hat die Reaktion der Regierung als völlig unzureichend scharf kritisiert. Nun drängt sie auf dringende Maßnahmen, um den Mangel an bezahlbarem Wohnraum im ganzen Land zu bekämpfen.
Lay bezeichnete die aktuelle Lage als eine wachsende „soziale Bruchlinie“ und warnte, dass der Mangel an erschwinglichen Wohnungen die soziale Ungleichheit verschärfe. Unter Berufung auf die Zahlen von 2021 nannte sie die damals fertiggestellten Neubauten „beschämend gering". Die Linke hat wiederholt darauf hingewiesen, dass die Nachfrage nach Wohnraum – insbesondere in den Großstädten – bei Weitem nicht gedeckt wird.
Bundesbauministerin Verena Hubertz hatte kürzlich neue Maßnahmen zur Bewältigung der Krise vorgeschlagen. Lay wies diese jedoch als unzureichend zurück und forderte entschlossenere Eingriffe. Sie verlangte ein sofortiges Investitionsprogramm mit Schwerpunkt auf Sozialwohnungen, kommunalem Wohnraum und Genossenschaftswohnungen. Die Regierung müsse, so ihre Forderung, selbst die Verantwortung übernehmen und in großem Stil bezahlbaren Wohnraum schaffen.
Zudem bestand Lay auf die zügige Freigabe der bereits zugesagten Fördergelder für gemeinnützige Wohnungsbauprojekte. Ohne diese Mittel, warnte sie, würden sich die Bauverzögerungen fortsetzen und die Wohnungsnot weiter verschärfen. Ihre Forderungen umfassen sowohl finanzielle Unterstützung als auch ein klares Bekenntnis der Regierung zu groß angelegten öffentlichen Wohnungsbauprogrammen.
Die Vorschläge der Linken zielen auf direkten, staatlich gesteuerten Wohnungsbau und schnellere Fördermittel für gemeinnützige Träger ab. Würden diese Maßnahmen umgesetzt, könnte das Angebot an Sozial- und Genossenschaftswohnungen deutlich steigen. Bisher hat die Regierung auf Lays Aufruf zu sofortigem Handeln noch nicht reagiert.






