Windpark bei Zootzen: NABU klagt gegen Gefahren für bedrohte Tierarten
Clara HartmannWindpark bei Zootzen: NABU klagt gegen Gefahren für bedrohte Tierarten
Pläne für Windpark bei Zootzen im Landkreis Ostprignitz-Ruppin stoßen auf juristischen Widerstand
Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) hat rechtliche Schritte gegen den Bau eines Windparks in der Nähe von Zootzen eingeleitet und warnt vor Gefahren für seltene Tierarten. Im Mittelpunkt des Streits stehen elf Windkraftanlagen, deren Bau im Gebiet Wittstock/Dosse genehmigt wurde.
Das Landesamt für Umwelt hatte die Freigabe für die Anlagen im März erteilt. Die geplante Standort liegt jedoch in unmittelbarer Nähe zur Wittstock-Ruppiner Heide, einem wichtigen Lebensraum für bedrohte Arten wie die Breitflügelfledermaus.
Am 20. April reichte der NABU einen Eilantrag beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg ein. Die Umweltschützer argumentieren, dass die Windräder heimische Tierarten gefährden, darunter seltene Vogel- und Fledermauspopulationen. Besonders kritisch ist die Lage: Nur 700 Meter vom geplanten Baugebiet entfernt befinden sich Horststandorte von Seeadlern.
Zudem fordert der NABU die Umsiedlung eines Mäusebussard-Nestes. Derzeit steht es genau an der Stelle, an der später Baukrane positioniert werden sollen. Ohne Anpassungen drohe dem Schutzgebiet ein nicht wieder gutzumachender Schaden, so der Verband.
Nun liegt der Fall beim Oberverwaltungsgericht. Sollte der NABU mit seinem Antrag erfolgreich sein, könnte sich der Baubeginn verzögern oder das Projekt müsste nachgebessert werden. Die Entscheidung wird zeigen, ob der Windpark wie geplant umgesetzt wird – oder ob zusätzliche Umweltschutzauflagen erforderlich sind.






