02 May 2026, 18:17

Wie ein Bahn-Nomade seit drei Jahren in ICE-Zügen lebt und arbeitet

Ein Zug fährt auf schneebedeckten Schienen mit Strommasten und Bäumen im Hintergrund, umgeben von einer Schneedecke in einer winterlichen Szene.

Wie ein Bahn-Nomade seit drei Jahren in ICE-Zügen lebt und arbeitet

Lasse Stolley lebt seit über drei Jahren in den Zügen der Deutschen Bahn. Der 32-Jährige arbeitet mittlerweile in Festanstellung als Zugbegleiter für das Unternehmen TRI Train Rental und verdient knapp 3.400 Euro im Monat. Sein ungewöhnlicher Lebensstil umfasst Übernachtungen in Erste-Klasse-Abteilen und tägliche Fahrten durch ganz Deutschland.

Stolleys Alltag ist alles andere als gewöhnlich. Jede Nacht schläft er in einem Erste-Klasse-Abteil der ICE-Züge und lebt weiterhin mit nur einem Rucksack. Seine Wäsche wäscht er per Hand in den Waschbecken der DB Lounges – eine Gewohnheit, die er sich in Jahren des ständigen Unterwegsseins angeeignet hat.

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Sein Job führt ihn in verschiedene Städte Deutschlands, ohne dass er einen festen Wohnsitz hat. Mit einer BahnCard 100 legt er bis zu 1.000 Kilometer am Tag zurück, wobei sein Arbeitgeber die Hälfte der Kosten übernimmt. Im Laufe der Zeit haben seine Reisen ihn auch über die deutschen Grenzen hinausgeführt, bis nach Transnistrien und Istanbul.

Das Leben in ständiger Bewegung prägt sogar seine privaten Beziehungen: Stolley lernte seine aktuelle Freundin in einer DB Lounge kennen – ein Beweis dafür, dass sein nomadischer Lebensstil weit über die Arbeit hinausreicht.

Sein Beruf als Zugbegleiter ermöglicht ihm, seine Leidenschaft fürs Reisen auszuleben und Arbeit mit einem ungewöhnlichen Lebensentwurf zu verbinden. Mit einem sicheren Einkommen und der Freiheit, unterwegs zu sein, lebt er weiterhin vollständig auf Schienen – schlafend, arbeitend und sogar Wäsche waschend im Vorbeifahren.

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