27 June 2026, 08:07

Weihnachtsgeld 2024: Warum Arbeitnehmer bis zu 40 Prozent Abzüge hinnehmen müssen

Weihnachtsgeld brutto oder netto: Wie viel bleibt übrig?

Weihnachtsgeld 2024: Warum Arbeitnehmer bis zu 40 Prozent Abzüge hinnehmen müssen

Weihnachtsgeld in Deutschland: Arbeitnehmer müssen mit hohen Abzügen rechnen

Arbeitnehmer in Deutschland, die in diesem Jahr ein Weihnachtsgeld erhalten, sollten sich auf erhebliche Abzüge einstellen. Denn die Sonderzahlung unterliegt der Steuerpflicht sowie gegebenenfalls Sozialabgaben – abhängig vom individuellen Einkommen und den jeweiligen Freigrenzen. Im Schnitt erhielten Beschäftigte mit Tarifvertrag 2024 brutto rund 2.987 Euro.

In Deutschland wird das Weihnachtsgeld als steuerpflichtiges Einkommen behandelt. Die Besteuerung erfolgt dabei anders als beim regulären Monatsgehalt: Sie wird nach der Jahreslohnsteuertabelle im Differenzverfahren berechnet, was zu einer höheren sofortigen Steuerbelastung führen kann.

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Hinzu kommen unter Umständen Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von bis zu 22 Prozent des Bonusbetrags. Wer jedoch mit seinem Jahresgehalt bereits die Beitragsbemessungsgrenze überschreitet, muss keine weiteren Sozialabgaben leisten. Die Sechstel-Regelung kann die Steuerlast mindern, falls das Weihnachtsgeld mehr als 25 Prozent des monatlichen Bruttolohns beträgt.

Bei der Jahressteuererklärung können Beschäftigte einen Teil der einbehaltenen Steuern zurückerhalten – etwa dann, wenn ihr tatsächliches Jahreseinkommen niedriger ausfällt als die Schätzung, die der Bonusberechnung zugrunde lag. Netto verbleiben in der Regel 50 bis 65 Prozent des Weihnachtsgelds, wobei die genaue Höhe von Steuerklasse und Gehaltsniveau abhängt.

Der durchschnittliche Brutto-Weihnachtsbonus für Tarifbeschäftigte lag 2024 bei 2.987 Euro. Nach Abzug von Steuern und möglichen Sozialbeiträgen bleibt jedoch deutlich weniger übrig. Die genauen Beträge hängen von den individuellen Verhältnissen und den gültigen Steuerregeln ab.

Quelle