Weihnachten im Gefängnis: Basteln, Kochen und Familiensuche - Weihnachten im Gefängnis: Basteln, Kochen und Familiensuche
Gefängnisse in Sachsen führen besondere Maßnahmen für ein würdevolles Weihnachtsfest ein
In Haftanstalten in ganz Sachsen werden derzeit Sonderregelungen eingeführt, um Inhaftierten ein sinnstiftendes Weihnachtsfest zu ermöglichen. Die Justizministerin des Landes betont die Bedeutung von Fürsorge und festlicher Unterstützung während der Feiertage. Mit verschiedenen Aktivitäten und Veranstaltungen soll den Gefangenen in dieser Zeit ein Stück vorweihnachtliche Stimmung vermittelt werden.
Unklar bleibt jedoch, ob es Familienfeiern geben wird – solche Veranstaltungen sind in deutschen Gefängnissen nicht üblich.
Das Weihnachtsprogramm umfasst verlängerte Besuchszeiten, damit Inhaftierte mehr Zeit mit Angehörigen verbringen können. Festliche Mahlzeiten mit Braten und traditioneller Beilage sollen für eine warme Atmosphäre sorgen.
Geplant sind zudem Gottesdienste, Krippenspiele und Live-Musikaufführungen, die Trost und ein Gemeinschaftsgefühl vermitteln sollen. Darüber hinaus können Gefangene an Sportturnieren, Bastelworkshops und Kochkursen teilnehmen. Die Angebote sollen die Stimmung heben und sinnvolle Beschäftigungen während der Feiertage bieten.
Aktuell sitzen in sächsischen Justizvollzugsanstalten 2.910 Menschen ein – darunter 2.684 Männer und 226 Frauen. Ob es Weihnachtsfeiern mit Familien geben wird, blieb offen; solche Zusammenkünfte werden in deutschen Gefängnissen in der Regel nicht dokumentiert.
Die Initiativen zeigen den Versuch, Sicherheit mit vorweihnachtlicher Menschlichkeit in Einklang zu bringen. Den Inhaftierten werden festliche Mahlzeiten, kulturelle Veranstaltungen und – wo möglich – Familienbesuche ermöglicht. Auch wenn einige Details nicht öffentlich sind, steht im Mittelpunkt, ein würdevolles Weihnachtserlebnis innerhalb des Strafvollzugs zu schaffen.






