15 May 2026, 22:10

Wasserstoff-Pipeline für Salzgitter: Grüner Stahl rückt näher

Ausführliche Weltkartenposter, das geplante Öl- und Gas-Rohrleitungen zeigt, einschließlich Landesrouten, großen Städten, Gewässern und erläuterndem Text.

Wasserstoff-Pipeline für Salzgitter: Grüner Stahl rückt näher

Die Pläne, das Stahlwerk Salzgitter über eine neue Pipeline mit Wasserstoff zu versorgen, nehmen Gestalt an. Die 68 Kilometer lange Trasse soll von Wefensleben in Sachsen-Anhalt bis zum Stahlwerk führen und dabei Helmstedt, Wolfenbüttel und Salzgitter durchqueren. Das Vorhaben ist Teil einer umfassenderen Initiative zur Herstellung von „grünem Stahl“ unter Einsatz von Wasserstoff anstelle von Kohle.

Die Pipeline ist ein zentraler Baustein des Transformationsprogramms SALCOS, das darauf abzielt, die CO₂-Emissionen in der Stahlproduktion deutlich zu reduzieren. Mit einem Durchmesser von 80 Zentimetern wird sie an ein größeres Wasserstoffnetz angebunden, das vom Netzbetreiber Ontras aufgebaut wird. Dieses Netz soll sich über rund 600 Kilometer durch Ost- und Mitteldeutschland erstrecken und industrielle Ballungsräume verbinden.

Ontras hat die benötigten Rohre bereits bei Mannesmann, einer Tochtergesellschaft der Salzgitter AG, bestellt. Vorbereitende Arbeiten im Landkreis Helmstedt begannen vor zwei Jahren, der Baubeginn ist nun für 2027 vorgesehen. Der Pipeline-Abschnitt soll bis Dezember 2029 in Betrieb gehen.

Bevor die Bauarbeiten starten können, muss Ontras jedoch noch Umweltuntersuchungen abschließen. Zwischen Ende Juni und Anfang August werden Teams entlang der geplanten Route prüfen, ob dort der Europäische Feldhamster vorkommt – eine geschützte Art. Der genaue Verlauf der Pipeline wird derzeit noch finalisiert, wie aus einer kürzlich veröffentlichten öffentlichen Bekanntmachung hervorgeht.

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Die Wasserstoff-Pipeline wird eine Schlüsselrolle bei der Umstellung der Salzgitter AG auf eine klimaneutrale Stahlproduktion spielen. Nach ihrer Fertigstellung wird sie Wasserstoff direkt ins Werk liefern und damit die langfristigen Nachhaltigkeitsziele des Unternehmens unterstützen. Das Projekt markiert zudem einen wichtigen Schritt beim Ausbau der deutschen Wasserstoffinfrastruktur.

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