09 February 2026, 14:34

Warnstreiks legen Norddeutschlands Straßenmeistereien lahm – Winterchaos droht

Ein detailliertes Schwarz-Weiß-Kartenschema der Stadt Schleswig-Holstein, das Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten mit Textanmerkungen zeigt.

Winterdienst kündigt Warnstreik im Norden an - Warnstreiks legen Norddeutschlands Straßenmeistereien lahm – Winterchaos droht

Beschäftigte im öffentlichen Dienst in Norddeutschland wollen am Donnerstag mit Warnstreiks Druck machen – die Tarifverhandlungen stecken weiter in der Sackgasse. Die Aktionen werden Straßenmeistereien in ganz Schleswig-Holstein treffen und sorgen für Bedenken hinsichtlich der Verkehrssicherheit im Winter. Die Gewerkschaften fordern höhere Löhne vor den entscheidenden Gesprächen nächste Woche in Potsdam.

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Von den 22 Straßenmeistereien in Schleswig-Holstein werden 15 bestreikt, sodass wichtige Winterdienste personell unterbesetzt sein werden. Da für Donnerstagmorgen glatte Straßen erwartet werden, wurden Autofahrer zu besonderer Vorsicht aufgerufen. Externe Dienstleister sollen zwar teilweise einspringen, doch mit Verzögerungen bei Streu- und Räumarbeiten ist dennoch zu rechnen.

Gewerkschaften wie ver.di, GdP, IG Bau und GEW haben zu ganztägigen Arbeitsniederlegungen in mehreren Branchen aufgerufen. Bei einer Großkundgebung in Kiel werden Beschäftigte aus der gesamten Region für bessere Bezahlung demonstrieren. Der Tarifkonflikt betrifft über 900.000 Beschäftigte in Landesbesoldung – mit Ausnahme Hessens –, wobei eine spätere Einigung später auf 1,3 Millionen Beamte und Pensionäre ausgeweitet würde.

Ver.di und der dbb fordern bundesweit für rund 2,2 Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst eine Lohnerhöhung von 7 Prozent, mindestens jedoch 300 Euro mehr. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 11. und 12. Februar in Potsdam angesetzt.

Die Warnstreiks dienen den Gewerkschaften dazu, vor der Wiederaufnahme der offiziellen Gespräche den Druck zu erhöhen. Besonders in Norddeutschland könnten die Beeinträchtigungen im Straßenunterhalt anhalten. Eine mögliche Einigung hätte Auswirkungen auf Millionen Beschäftigte und Rentner im ganzen Land.