12 April 2026, 02:10

Warendorfs Stadtrat behält umstrittene Straßennamen bei – trotz Bürgerprotesten

Schwarz-weiß-Foto einer Stadtstraße mit Fußgängern, Gebäuden, Fenstern, Pflanzen, Flaggen, Namensschildern und einer Straße unten.

Warendorfs Stadtrat behält umstrittene Straßennamen bei – trotz Bürgerprotesten

Der Stadtrat von Warendorf hat beschlossen, die aktuellen Namen von drei Straßen beizubehalten – trotz der Empfehlung eines Bürgergremiums, sie umzubenennen. Die Entscheidung folgt auf eine Debatte über historische Bezüge und finanzielle Bedenken.

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Betroffen sind die Wagenfeldstraße, der Agnes-Miegel-Weg und die Heinrich-Tenhumberg-Straße. Ihre Namen bleiben vorerst unverändert. Ein Bürgerbündnis hatte sich für eine Umbenennung eingesetzt und argumentiert, dass einige mit den Straßen verbundene Persönlichkeiten umstrittene Ansichten vertreten hätten. Die Ratsmehrheit stimmte jedoch gegen die Änderung und verwies auf die Kosten und den administrativen Aufwand. Allein der Austausch der Straßenschilder hätte etwa 5.700 Euro gekostet.

Auch die Meinung der Anwohner spielte bei der Entscheidung eine Rolle. Viele hätten sich laut Berichten für die Beibehaltung der bestehenden Namen ausgesprochen, was das Abstimmungsergebnis des Rates beeinflusste. Alternative Vorschläge – wie die Anbringung eines Zitats des Warendorfer Autors Paul Schallück neben den Straßenschildern – wurden abgelehnt.

Eine Tafel mit einem Zitat von Agnes Miegel am Rathaus bleibt ebenfalls erhalten. Dies war Teil einer weiteren Diskussion darüber, wie die Stadt ihre historischen Verbindungen aufarbeitet. Reinhold Schoppmann, Mitglied des Bürgerbündnisses, kritisierte das Ergebnis als verpasste Chance zur Auseinandersetzung mit der Geschichte.

Die Entscheidung des Rates bedeutet, dass es weder Änderungen bei den Straßennamen noch zusätzliche Beschilderungen geben wird. Die geschätzten 5.700 Euro für neue Schilder waren ein zentrales Argument gegen den Vorschlag. Vorerst bleibt in Warendorf alles beim Alten.

Quelle