Wallauer Kurve scheitert vorerst: Bahnprojekt muss nachbessern und neu planen
Luisa HartmannAntrag für das Schienenprojekt 'Wallauer Spange' abgelehnt - Wallauer Kurve scheitert vorerst: Bahnprojekt muss nachbessern und neu planen
Rückschlag für das Bahnprojekt "Wallauer Kurve": Bundesbehörde lehnt Planungsantrag ab
Das Bahnprojekt "Wallauer Kurve", das von der Deutschen Bahn und ihrer Tochtergesellschaft DB InfraGo AG betrieben wird, hat einen Dämpfer erhalten, nachdem das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) den Planungsantrag abgelehnt hat. Die Ende 2023 bekannt gegebene Entscheidung sorgte in der Stadt Wiesbaden für Enttäuschung – doch die Verantwortlichen wollen weiterhin vorankommen. Die Deutsche Bahn zog den Antrag daraufhin zurück und arbeitet nun an einer überarbeiteten Fassung.
Die Behörde hatte die ursprüngliche Planung für die "Wallauer Spange" als "unvollständig" und "überarbeitungsbedürftig" eingestuft. Insbesondere forderte das EBA klarere Maßnahmen zum ökologischen Ausgleich, bevor eine Genehmigung erteilt werden könne. Daraufhin zog die Deutsche Bahn über ihre Tochtergesellschaft DB InfraGo AG den Antrag im Oktober 2023 offiziell zurück.
Eine überarbeitete Version wurde am 19. März 2024 erneut eingereicht. Wiesbadens Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende äußerte zwar Unmut über die Verzögerung, betonte jedoch, dass ihm das Bundesbauministerium die weitere Bundeshilfe für das Vorhaben zugesichert habe. Zudem sei der Stadt diesmal ein beschleunigtes Prüfverfahren in Aussicht gestellt worden.
DB InfraGo AG übernimmt nun die Federführung bei der Neuplanung. Das Unternehmen wird ein neues Genehmigungsverfahren einleiten, wobei etwaige Mängel nach demselben Prüfschema wie zuvor behoben werden müssen.
Die Ablehnung des ersten Antrags hat das Projekt zwar verzögert, doch die überarbeitete Planung liegt nun zur Prüfung vor. Bei einer Genehmigung könnte der Ausbau der Schieneninfrastruktur unter der Aufsicht von DB InfraGo voranschreiten. Die anhaltende Unterstützung der Bundesregierung deutet darauf hin, dass das Vorhaben trotz des Rückschlags weiterhin Priorität genießt.






