Vom Krieg in die Kunst: Wie eine Ukrainerin Koblenz mit Pole Dance begeistert
Clara HartmannVom Krieg in die Kunst: Wie eine Ukrainerin Koblenz mit Pole Dance begeistert
Tatiana Ostrovska, eine 30-jährige ukrainische Physiotherapeutin, hat in Koblenz eine blühende Pole-Dance-Community aufgebaut. Anfang 2022 kam sie mit kaum Kenntnissen der Landessprache oder der Region in die Stadt – auf der Flucht vor dem Krieg in ihrer Heimat.
Bereits sechs Monate nach ihrer Ankunft begann Ostrovska in Koblenz, Pole Dance zu unterrichten. Noch im selben Jahr eröffnete sie ihr erstes Studio im Stadtteil Lützel. 2024 übernahm sie dann das Polefamily-Studio in Koblenz und baute ihren Einfluss in dieser Sportart weiter aus.
Mittlerweile bieten ihre Studios ein breites Kursangebot: von Pole-Dance-Training über Workshops bis hin zu besonderen Events wie Junggesellinnenabschieden. Ihre Kurse besuchen Teilnehmer aller Altersgruppen – von Kindern ab fünf Jahren bis zu Erwachsenen, darunter auch Männer. Diese Vielfalt spiegelt den inklusiven Charakter der Disziplin wider.
In der Ukraine gilt Pole Dance als anspruchsvolle Sportart, die außergewöhnliche Kraft, Koordination und Athletik erfordert. Ostrovska setzt sich aktiv gegen gängige Vorurteile ein und nutzt Humor und Aufklärung, um die Entwicklung dieser Bewegung zu einer anerkannten Fitnessform zu verdeutlichen. Zudem plant sie, in Zukunft einen eigenen Raum für Luftakrobatik zu eröffnen.
Ostrovskas Weg aus einem vom Krieg zerrütteten Land hin zur Gründung mehrerer Studios in Koblenz zeigt ihre Hingabe für den Sport. Ihre Arbeit fördert Pole Dance als ernsthafte athletische Disziplin und trägt durch Bildung und Gemeinschaftsarbeit dazu bei, Klischees abzubauen.






