07 June 2026, 22:06

Vassiliadis fordert höhere Steuern für Superreiche – wer soll zahlen?

IG BCE fordert Spitzensteuer nur ab 100.000 Euro

Vassiliadis fordert höhere Steuern für Superreiche – wer soll zahlen?

Michael Vassiliadis, Vorsitzender der Gewerkschaft IG BCE, hat neue Steuerreformvorschläge vorgelegt, die sich gezielt an Deutschlands Superreiche richten. Sein Plan sieht höhere Abgaben für Spitzenverdiener, eine Reform der Erbschaftsteuer sowie die Wiedereinführung einer Vermögenssteuer vor, um damit Infrastrukturprojekte und die Landesverteidigung zu finanzieren. Vassiliadis argumentiert, dass die Ultrareichen einen größeren Beitrag zur Finanzierung öffentlicher Leistungen leisten sollten, von denen auch sie profitieren.

Laut den Plänen würde die Vermögenssteuer auf Jahreseinkommen ab 200.000 Euro erhoben. Zudem schlägt Vassiliadis vor, den Spitzensteuersatz um zwei bis drei Prozentpunkte anzuheben – aktuell liegt er bei 42 Prozent. Die Grenze für diesen höheren Satz würde bei etwa 100.000 Euro Bruttojahreseinkommen ansetzen.

Auch die Erbschaftsteuer soll erhöht werden. Vassiliadis betont, dass vermögende Personen bestehende Schlupflöcher nicht länger ausnutzen dürfen, um sich vor ihrer Steuerpflicht zu drücken. Zwar räumt er Bedenken von Wirtschaftsverbänden ein, wonach betriebliche Vermögen nicht übermäßig belastet werden sollten, doch hält er daran fest, dass die Reichsten stärker zur Kasse gebeten werden müssen.

Der Gewerkschaftschef regt an, die zusätzlichen Einnahmen gezielt in zentrale Bereiche wie Infrastruktur und nationale Sicherheit zu investieren. Sein Standpunkt: Auch die Superreichen hätten ein direktes Interesse an leistungsfähigen öffentlichen Dienstleistungen, da sie ebenfalls auf diese angewiesen seien.

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Ziel der Vorschläge ist es, einen Teil der Steuerlast auf die höchsten Einkommensbezieher umzuverteilen. Bei einer Umsetzung würden die Reformen zusätzliche Mittel für öffentliche Investitionen generieren. Vassiliadis’ Plan steht nun zur Debatte – sowohl in der Politik als auch bei Vertretern der Wirtschaft.

Quelle