Vandalen verunreinigen Karlsruher Zoo: Tiere in Gefahr durch nächtlichen Angriff
Clara HartmannMüll in Tiergehegen: Tiere müssen überwacht werden - Vandalen verunreinigen Karlsruher Zoo: Tiere in Gefahr durch nächtlichen Angriff
Vandalen verwüsten Karlsruher Zoo in nächtlichem Angriff
In den frühen Morgenstunden des Samstags wurde der Karlsruher Zoo Ziel von Vandalen. Unbekannte Eindringlinge drangen in das Gelände ein und warfen Müll in mehrere Tiergehege. Die Mitarbeiter entdeckten die Schäden erst später am Tag – Abfall war über die Anlagen und Becken verstreut.
Betroffen sind vor allem Wassergehege, darunter die der Humboldt-Pinguine, Seelöwen, Robben und Eisbären. Die Täter warfen zerrissene Schilder, Einwegbesteck, Plastikflaschen und anderen Unrat in die Becken. Im Affenhaus wurden Wände mit Eiscreme beschmiert, in einem der Gehege fand sich zudem Holzbesteck.
Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen, bisher jedoch keine Spur zu den Tätern. Die Behörden werten Überwachungsaufnahmen aus und prüfen, wie die Vandalen in den Zoo gelangt sind. Gleichzeitig rufen sie Zeugen auf, sich zu melden, falls sie in der Nähe verdächtige Aktivitäten beobachtet haben.
Die Zoomitbeiter beobachten die Tiere nun genau auf Anzeichen von Stress oder Verletzungen. Einige könnten verschmutzte Gegenstände verschluckt haben oder auf andere Weise zu Schaden gekommen sein, auch wenn äußerliche Symptome noch nicht erkennbar sind. Timo Deible, ein Sprecher des Zoos, bezeichnete den Vorfall als "traurig und empörend".
Die polizeilichen Ermittlungen dauern an, bisher gab es keine Festnahmen oder konkrete Verdächtige. Die Mitarbeiter des Zoos überwachen die betroffenen Tiere weiterhin auf mögliche gesundheitliche Folgen. Der Vorfall hat bei Angestellten und Besuchern Sorgen um das Wohl der Tiere ausgelöst.






