10 February 2026, 16:32

Urteil nach grausamer Hundezucht: Frau verliert lebenslang das Recht auf Tiere

Eine Briefmarke mit einer realistischen Abbildung eines Hundes und dem Text "Menschliche Behandlung von Tieren" in fetten gelben Buchstaben auf einem hellblauen Hintergrund.

Prozess um über 120 vernachlässigte Hunde: Frau in Sachsen-Anhalt bekommt Bewährungsstrafe - Urteil nach grausamer Hundezucht: Frau verliert lebenslang das Recht auf Tiere

Illegale Hundezucht in Sachsen-Anhalt: Frau wegen schwerer Tierquälerei verurteilt

Eine Frau, die in Sachsen-Anhalt eine nicht genehmigte Hundezucht betrieb, ist wegen extremer Tierquälerei zu einer Strafe verurteilt worden. Fast 130 Hunde wurden aus ihren Immobilien in Bad Lauchstädt und Bennstedt gerettet, nachdem Kontrollen gravierende Vernachlässigung aufgedeckt hatten. Das Gericht verhängte ein striktes, lebenslanges Berufsverbot im Umgang mit Tieren.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Bei Inspektionen im Dezember 2024 kam das ganze Ausmaß der Missstände ans Licht. Die Behörden fanden an verschiedenen Standorten zwischen sieben und 92 Hunde vor, die unter unmenschlichen Bedingungen litten. Viele der Tiere waren abgemagert, erhielten keine Behandlung für Krankheiten oder vegetierten in überfüllten, verdreckten Behausungen dahin.

Das Gericht sprach die Angeklagte in zwei Fällen der Tierquälerei schuldig. Sie erhielt eine einjährige Bewährungsstrafe sowie ein lebenslanges Verbot, Hunde zu halten, zu versorgen oder mit ihnen zu handeln. Einzige Ausnahme: Sie darf unter Aufsicht als tiermedizinische Assistentin arbeiten.

Ein Mitangeklagter wurde ebenfalls in zwei Fällen der Tierquälerei verurteilt. Er musste ein Bußgeld von 4.500 Euro zahlen und darf drei Jahre lang weder Hunde besitzen noch sich um sie kümmern.

Die geretteten Hunde befinden sich mittlerweile in tierärztlicher Obhut, während das verurteilte Duo mit langfristigen Einschränkungen leben muss. Der Fall zeigt die dramatischen Folgen illegaler Zucht und Vernachlässigung auf. Die Behörden überwachen weiterhin die Einhaltung der gerichtlichen Auflagen.